Wirtschaft und Umweltschutz sind vereinbar!

So steht es auf der Homepage der WWF Climate Group Österreich geschrieben. Diese Plattform vereint österreichische Unternehmen, die sich nicht nur zum Klimaschutz bekennen, sondern ihren Worten auch Taten folgen lassen, unter einem Dach.

Als Dachorganisation hat der Der WWF Österreich dieses erfolgreiche Modell im Jahr 2007 aus der Schweiz übernommen. Alle Mitglieder verpflichten sich dabei, die eigenen CO2-Emissionen innerhalb von drei Jahren um mindestens 15 Prozent zu reduzieren. Dazu werden gemeinsam mit dem WWF konkrete Maßnahmen in verschiedensten Bereichen formuliert. Während zum Beispiel IKEA die Stromversorgung aller österreichischen Standorte auf Ökostrom umgestellt hat, setzt die Telekom Austria im technischen Kundendienst vermehrt Erdgas-Autos ein.

Besonders wichtig ist dem WWF noch ein zweites Ziel. Das Thema Klimaschutz soll in die breite Öffentlichkeit getragen werden. Die Unternehmen aus der Climate Group erreichen insgesamt rund sechs Millionen Menschen in Österreich. Durch Beiträge in Kunden- und Mitarbeiterzeitschriften sowie verschiedenen Aktionen soll das Bewusstsein für einen nachhaltigeren und energieeffizienteren Lebensstil gefördert werden. „IKEA hat beispielsweise 500.000 Sparlampen gratis an seine Kunden verteilt“, schildert Markus Niedermair vom WWF Österreich in diesem Zusammenhang.

In ihrer Zielsetzung und Maßnahmenformulierung lehnt sich die WWF Climate Group stark an das internationale Climate Savers Program, einem Zusammenschluss von 21 weltweit operierenden Unternehmen, an.

Erste konkrete Erfolge lassen sich durch harte Fakten belegen. Die beteiligten Unternehmen werden durch die gesetzten Maßnahmen allein im Jahr 2009 rund 30.000 Tonnen CO2 einsparen. „Das entspricht 19.000 Autos weniger auf unseren Straßen“, rechnet Niedermair vor. Für die Zukunft wünscht sich der WWF die bestehenden Partnerschaften dauerhaft zu etablieren. Außerdem sollen noch neue Partner an Bord geholt werden.

Es gibt gute Gründe für eine Mitgliedschaft. Die Unternehmen der Climate Group profitieren einerseits vom positiven Imagetransfer: Immer mehr Kunden interessieren sich für Themen rund um Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit und verlangen konkrete Antworten, welche die beteiligten Unternehmen nun geben können. Die Verantwortlichen haben bemerkt, dass Klima- und Umweltschutz kein bloßer Werbegag ist, sondern ernstzunehmende Entwicklungsperspektiven bietet.

Zusätzlich lassen sich mit den vielen Klimaschutzmaßnahmen, sei es Gebäudedämmung oder mehr Energieeffizienz, Kosten einsparen.

Die in Deutschland bisher unbekannten WWF Climate Groups in Österreich und der Schweiz sind sehr begrüßenswerte Initiativen, die auf dauerhafte Partnerschaften zwischen der Wirtschaft und Umweltschutzorganisationen bauen. Konkrete Maßnahmen zur Einsparung von CO2 werden in den Unternehmen umgesetzt, wodurch sich diese nicht in leeren Worthülsen verlieren, sondern direkte Beiträge für eine klimafreundlichere Zukunft liefern.

Ulrike Rosenfellner

Add comment