Nachhaltigkeit im Versandhandel – die memo AG

Umweltverträgliche Büroartikel zu verträglichen Preise – mit dieser Idee startete Jürgen Schmidt vor 20 Jahren einen Versandhandel in Nordbayern. Aus der kleinen Firma hat sich ein Versandunternehmen mit 114 Mitarbeitern entwickelt. Die memo AG beliefert heute 120.000 Kunden aus einem 10.000 Produkte umfassenden Sortiment.

Der Weg des Unternehmens ging steil nach oben: 1990 veröffentlichte der Großhandel seinen ersten Katalog mit nachhaltig produzierten Produkten. Zwei Jahre später erfand die heutige memo AG die „Wertstoff-Box“, mit der Druckerpatrone, aber auch Reinigungsmittel oder Klebstoffverpackungen zurückgegeben werden können. Anfang 2000 gelang die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001, DIN EN ISO 14001 sowie DIN EN ISO 9001:2000. Ein Jahr später erhielt die memo AG den Umweltpreis des Bundesdeutschen Arbeitskreises für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e.V. für „praktische Leistungen zugunsten eines vorbeugenden und ganzheitlichen Umweltschutzes im Unternehmen“. Memo wurde eine Marke und steht heute für rund 700 Artikel aus dem Bürobereich und dem „täglichen Leben“ wie Naturtextilien und Schulbedarf. Zu beziehen sind diese Dinge auf www.memoworld.com. Seit 2004 können auch Privatkunden bei der memo AG kaufen. 2005 erlangte das Unternehmen die Zertifizierung (GFA-COC-001238) des Forest Stewardship Council. Seit 2007 werden die Betriebsgebäude mit einer modernen Hackschnitzelanlage befeuert. Seit 2009 gibt es ein Mehrpfandsystem für den Versand – die „Memo-Box“.

Das Sortiment des Unternehmens reicht von Papier und Ordner, Karteikästen und Stifte, Bürotechnik wie Lampen oder Rechenmaschinen, Präsentationstechnik und Versandmaterial über Werbemittel bishin zu Büromöbeln. Spielzeuge und Naturtextilien ergänzen das Angebot.

Gewerbliche Kunden bilden auch 2010 das Kerngeschäft, der Anteil an privaten Kunden aber wächst. Sie werden online und über Bioläden gewonnen.

Für 2010 hat sich die memo AG große Ziele in Sachsen Nachhaltigkeit gesteckt. Dabei sind es viele kleine Maßnahmen die Wirkung entfalten. Eine Auswahl: Bei Internetbestellungen wird auf Bestellformulare verzichtet. Die Mitarbeiter bekommen Anreize, Fahrgemeinschaften zu bilden oder öffentliche Verkehrmittel zu benutzen. Für ausgewählte Memo-Produkte erstellt das Unternehmen Ökobilanzen. Was daraus geworden ist, erfahren wir im nächsten Nachhaltigkeitsbericht, der 2011 vorgestellt wird.

Susanne Kirsch

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