Mehr Energieeffizienz bei Unternehmen

Schon ohne Ölknappheit und in Zeiten deutlicher Stromüberangebote sind die Strompreise innerhalb der vergangenen zehn Jahre um fast 100 Prozent gestiegen. Kein Wunder, dass die steigenden Energiepreise auch bei deutschen Unternehmen ein Dauerthema sind. Energiekostenmanagement und Klimaschutz sind ganz zentrale Themen, mit denen sich auch kleine und mittlere Unternehmen befassen müssen. Schließlich sollen die Kosten auch bei steigenden Preise keine Unsummen im Kostenapparat der Unternehmen einnehmen – Maßnahmen zur Verbrauchsminderung sind nötiger denn je.

In der Regel lassen sich in fast allen Unternehmen, natürlich abhängig von Größe und Branche, bis zu 30 Prozent der Aufwendungen für Strom und Wärme einsparen. Nutzen tut dies jedoch kaum ein Unternehmen. Die Ursachen für diesen Umsetzungsmangel sind in den meisten Fällen mangelnde Kenntnisse der technischen Möglichkeiten zur Energieeinsparung und fehlende personelle Ressourcen. Um das Einsparpotenzial realistisch zu sehen, sind unabhängige Stellen nötig, die den Unternehmen beratend zur Seite stehen.

So könnte schon mit geringem Aufwand eine ökologisch und ökonomisch sinnvolle Nachhaltigkeit betrieben werden, dessen Amortisationszeit noch unter zwei Jahren liegt. Als Beispiel könnte alleine der Einbau eines Rotationswärmetauschers innerhalb einer Lüftungsanlage jedes Jahr rund 17.500 Euro sparen. Bei anfänglichen Investitionskosten von etwa 25.000 Euro eine lohnenswerte Möglichkeit nicht nur die unternehmerischen Kosten zu senken, sondern darüber hinaus der Umwelt einen Nutzen zu bringen. So würden jedes Jahr, ausgehend vom Energieträger Erdgas, zirka 70 Tonnen CO2 weniger in die Umwelt gepustet. Eine Investition, die sowohl dem Unternehmen, als auch der Umwelt nur Vorteile bringt.

Judith Schomaker

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