Lateinamerika: Umwelttechnologie – Markt mit Zukunft

Lateinamerika; Bild: Hans Urian (Wiki Commons)

Die Länder Lateinamerikas sind ein wichtiger Wachstumsmarkt für Umwelttechnologien und Klimaschutzprojekte. Mit groß angelegten Programmen investieren sie in die Modernisierung ihrer Infrastruktur und werden dadurch zu Hoffnungsträgern der gesamten Weltwirtschaft und speziell für ein exportorientiertes Land wie Deutschland.

Beispielsweise Brasilien – das Gastgeberland der Sommerolympiade 2016 in Rio de Janeiro – setzt bei dem massiven Ausbau von Verkehrswesen, Telekommunikation und Umweltinfrastruktur auf die internationale Zusammenarbeit mit Partnerländern und ist dadurch auch ein interessanter Markt für die Verwirklichung von Klimaschutzzielen. Aus diesem Grund wird im November auch eine Delegation des Deutschen Wirtschaftsministeriums nach Brasilien reisen.

Um über die Durchführung von Klimaschutzprojekten und Marktpotenziale im Bereich erneuerbare Energien zu informieren, hatte am 6. Oktober auch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft HA Hessen Agentur GmbH zu einer gemeinsamen Informationsveranstaltung der Aktionslinie Hessen-Umwelttech und der Transferstelle-Emissionshandel-Hessen nach Darmstadt geladen.

Ministerialrat Rüdiger Schweer aus der Energie- und Klimaschutzabteilung des Hessischen Umweltministeriums sprach bei der Eröffnung der Veranstaltung davon, dass Deutschland noch große Chancen hat, „effizienten Klimaschutz im Rahmen des Kyoto-Protokolls in Ländern wie Brasilien oder Chile zu verwirklichen“. Auf diese Art ließen sich „Technologie- und Exportförderung mit regionalen und globalen Klimazielen verbinden“, wozu in der Zukunft auch vermehrt Aufforstungs- und Waldschutzprojekte zählen.

Um derart große Herausforderungen besser meistern zu können, hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) die Initiative deve-loPPP.de ins Leben gerufen und will damit speziell die Kooperation zwischen Entwicklungspolitik und Wirtschaft besser unterstützen. Außerdem wurde eine Vermarktungsplattform für Emissionszertifikate, der KfW-Klimaschutzfonds, vorgestellt. Durch den Kauf von Zertifikaten sollen Projekte zur CO2-Minderung in Entwicklungs-, Transformations- und Schwellenländern ermöglicht werden.

Fakt ist, dass sich speziell in der gegenwärtigen Situation der Weltwirtschaft die Entwicklung der lateinamerikanischen Länder positiv auf die Konjunktur auswirkt. Gerade deutsche Unternehmen könnten davon mit der richtigen Herangehensweise und den richtigen Ideen profitieren. Ein konkretes Beispiel dafür liefert der bereits im Juni hier veröffentlichte Beitrag über geplante Windparks in Lateinamerika.

Matthias Schaffer

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