EnEff:Stadtkongress 2012

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Vom 17. bis 18. Januar 2012 findet in Hamburg der erste EnEff:Stadtkongress zum Thema „Kommunale Beiträge zur Energiewende“ statt. Dabei soll es um Initiativen, Konzepte und Strategien rund um die energieeffiziente Stadt gehen.

Da rund 80 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen in kleinen und großen Städten und urbanen Ballungsräumen entstehen, sind hier die Brennpunkte des Klimaschutzes. Städte und Gemeinden sind wichtige Akteure zur Umsetzung der Energiewende in Deutschland. Versorgungsstrukturen, Bebauungspläne und energetische Gebäudestandards werden hier festgelegt. Durch den Einsatz innovativer Planungsinstrumente und neuer Technologien lässt sich der Gestaltungsspielraum deutlich ausweiten.

Der EnEff:Stadtkongress 2012 richtet sich an Entscheidungsträger in Gemeinden und Städten, an Stadtplaner, Energiedienstleister und Energie- und Klimaschutzbeauftragte. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) setzt mit den Initiativen EnEff:Stadt und EnEff:Wärme langjährige Forschungsaktivitäten zur Erhöhung der Energieeffizienz im kommunalen Bereich mit einem neuen Ansatz fort. Im Mittelpunkt steht die Vernetzung und Integration der Bereiche energetische Gebäudesanierung sowie dezentrale und kommunale Versorgungstechnologien. Dazu laufen derzeit etwa 40 Forschungsvorhaben, deren Zwischenergebnisse im Rahmen des Kongresses vorgestellt werden: von gebäudebezogenen Schwerpunkten und damit verbundener Nutzerakzeptanz, über dezentrale Versorgungslösungen und spezifische Problemen der sich dynamisch wandelnden Verteilernetze im Wärme- und Strombereich, bis hin zu zentralen Versorgungsstrategien.

Im Rahmen von EnEff:Stadt wurden bislang 15 Projekte zur Entwicklung von Quartierskonzepten angestoßen. Fünf davon befinden sich in der Demo-Umsetzung. Ein Pilotprojekt in Karlsruhe zielt auf die fundierte wirtschaftliche Optimierung eines Quartiers mit über 1.000 Wohnung ab. Eine Münchener Wohnungsbaugesellschaft zeigt wie durch die Kombination hocheffizienter Sanierungstechnologien mit erneuerbaren Energiesystemen auch verdichtete innerstädtische Bestandsgebäude der 50er Jahre energieeffizient saniert werden können. Als weitere Highlights werden Ergebnisse aus Forschungsprojekten zur Gebäude- und Quartierssanierung und der dezentralen Energieversorgung vorgestellt.

Josephin Lehnert

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