Deutsche Industrie kritisiert Pläne zum Kohleausstieg

Nachdem gestern bekannt wurde, dass Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel offenbar eine gesetzliche Verpflichtung der Energieerzeuger zur Verringerung der durch die Kohleverstromung erzeugten CO2-Emissionen plant, hat sich heute der Bundesverband der deutschen Industrie e.V (BDI) zu Wort gemeldet und deutliche Kritik an dem Vorhaben der Bundesregierung geäußert. Das Gesetz könnte indirekt zu einer baldigen Stilllegung der deutschen Kohlekraftwerke führen. Davor warnt die deutsche Industrie jedoch eindringlich.

Markus Kerber, Geschäftsführer des Industrieverbands BDI sagte dazu, dass eine vorschnelle Abschaltung die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen verschlechtern und darüber hinaus 74.000 Arbeitsplätze gefährden würde. Da sich durch die Stilllegung der Kohlekraftwerke lediglich der Emissionsrechtehandel verschieben würde, hätte das keine positiven Auswirkungen auf das Klima.

Für heute ist in Berlin ein Treffen von Bundeswirtschaftsminsiter Sigmar Gabriel mit den Chefs der deutschen Energiekonzerne geplant, bei dem über die neue Gesetzesvorlage diskutiert werden soll.

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