CleantechEve – Networking für die Umwelt

Green Energy; Bild: shutterstock

Am 25. Oktober trafen sich zum 40. Mal Vertreter und Interessierte aus der Cleantech-Branche – darunter Projektmanager, Jungunternehmer, Berater und Investoren – auf dem CleantechEve des renommierten Technologienetzwerks, Munich Network, in München.

Ziel der offenen Runde, die jeden letzten Dienstagabend im Monat stattfindet, ist es, Erfahrungen auszutauschen,  Markttrends und Geschäftsmöglichkeiten aufzuspürenden sowie die unternehmerische Umsetzung von sauberen Technologie-Innovationen voranzubringen. Ferner haben bei jedem Treffen Kapital suchende Start-up-Unternehmen Gelegenheit, ihre Geschäftsmodelle in einem fünf-Minuten-Pitch zu präsentieren.

Auf der zurückliegenden Veranstaltung nutzten sowohl Günther Bonin von „one earth – one ocean e.V.“ (OEOO) als auch Dominikus Brettner von der Firma „recotrol“ diese Chance und legten ihr jeweiliges Konzept dar.

one earth – one ocean e.V.: Der OEOO ist ein gemeinnütziger Verein, der mit neuen Technologien den Plastikmüll aus den Meeren sammeln, sortieren und zerkleinern möchte, um ihn anschließend direkt vor Ort umweltschonend in Öl umzuwandeln oder wieder in den Produktionszyklus zurück zu führen. Denn bereits heute schwimmen fünf riesige Teppiche aus Plastik auf den Weltmeeren – der größte davon befindet sich im Pazifik und ist so groß wie Deutschland, Österreich, Schweiz, Polen, Luxemburg, Ungarn und Tschechien zusammen. one-earth

Mit verschiedenen Katamaranen – darunter beispielsweise der so genannte „Seehamster“ beziehungsweise die „Seekuh“ – und Schwimmkränen will die Organisation nun die Gewässer reinigen. Während der Seehamster stationär vor Flussmündungen und nachschleppbar in Seen und auf Meeren eingesetzt werden kann, werden die mit regenerativer Energie betriebenen Seekühe vollautomatisch das Plastik selbstständig aus den Gewässern fischen.

Logo von "recotrol"recotrol GmbH: Die recotrol GmbH hat es sich zum Ziel gesetzt, den weltweit ersten Pflanzendiesel zu produzieren, der zu 100 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen besteht und in jedem handelsüblichen Dieselmotor ohne Umrüstung verwendet werden kann. Der Pflanzenkraftstoff soll primär für den Antrieb von Lkws eingesetzt werden, da es für Schwertransporter innerhalb der nächsten Jahrzehnte keine umweltfreundliche sowie kostengünstige Alternative zum Dieselmotor geben wird. recotrol strebt an, im Jahr 2015 4.000 Lkws mit ihrem Pflanzendiesel (100 Millionen Liter) versorgen zu können.

Unabhängige Untersuchungen haben gezeigt, dass der Pflanzenkraftstoff von recotrol eine bessere Öko-, Energie- sowie CO2-Bilanz als mineralischer Diesel aufweist. Außerdem ist er günstiger als dieser und wird zu zuverlässigen Festpreisen angeboten werden.

Networking und Vortrag: Im Anschluss an die beiden Pitches wurde jeder der Anwesenden gebeten, sich und seine Funktion kurz vorzustellen, sodass sich die Teilnehmer während der Imbisspause gezielt vernetzen konnten.

Im zweiten Programmteil des Abends informierte Manja Jänsch, Managerin bei der Ernst & Young GmbH, über das 6. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung, das für die Förderung von Forschung und Entwicklung zukunftsfähiger Umwelt- und Energietechnologien im Zeitraum 2011 bis 2014 rund 3,5 Milliarden Euro zur Verfügung stellt.

Der nächste CleantechEve findet erst wieder am 31. Januar 2012 statt. Nähere Informationen dazu finden Sie unter www.munichnetwork.com. Dort können Sie sich in Kürze auch für den nächsten CleantechEve anmelden. 

Corinna Lang

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