Bühne frei für Deutschlands größten Umwelttechnik-Medienpreis

Deutschlands grüne Elite gab sich am Abend in Berlin die Ehre – das „who is who“ der Umwelt­technik-Branche und viel Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Kultur waren gekommen, um die grünen Stars zu feiern. Ausgezeichnet wurden das energieeffizien­tes­te Büroge­bäude der Welt, ein inno­vatives Hybrid-Kraftwerk, bahnbrechende Forschungser­geb­­nisse zu umwelt­freund­­lich produziertem Silizium und die weltweit größte Klima-Erlebniswelt. Der Sonder­preis 2009 ging an die Desertec Foundation, die mit der Idee, Solarstrom in den Wüsten­gebieten Afrikas zu er­zeugen, bereits führende deutsche Konzerne überzeugen konnte.

Die glamouröse Umweltgala fand im Berliner ewerk in unmittelbarer Nähe zu Regierungsviertel und Potsdamer Platz statt. Vergeben wurden die Clean Tech Media Awards 2009 in den Katego­rien „Technologie“, „Nachhaltigkeit“, „Kultur & Medien“ und erstmals auch in der Kate­go­rie „Nachwuchs­wissen­schaftler“. Ins Rennen um Deutschlands innova­tivsten Umwelt­preis gingen insgesamt zwölf nominierte Unternehmen, Medienprojekte und junge Wissen­schaft­ler, die sich um die Entwicklung und Anwendung von Umwelt­technologien verdient gemacht haben. Mehr als 500 Gäste – unter ihren zahl­lose Schauspieler und viel Medienprominenz – waren gekommen, um die Preisträger bis in den späten Abend hinein zu feiern.

Bereits um 18 Uhr verwandelte sich das ewerk in einen Technologie- und Zukunftsparcours der Superlative. Die ankommenden Gäste bestaunten u. a. die weltweit ersten E-Sportwagen, Tesla Roadster und eRUF Greenster, sowie E-Bikes verschiedener Hersteller. Empfangen wurden die promi­nenten Gäste auf einem 30 Meter langen grünen Teppich aus klimaneutralem Rollrasen. Unter Blitzlichtgewitter zeigten sich unter anderem Olympiasiegerin Britta Steffen, die Schauspieler Hannes Jaenicke, Marion Kracht und Steffen Groth, die Sängerin Claire Oelkers sowie die TV-Moderatorinnen Nova Meierhenrich, Annabelle Mandeng, Mara Bergmann und Anja Heyde.

Schirmherr Dr. Werner Brinker, Vorstandsvorsitzender der EWE AG, brachte es gleich zu Beginn der Preisverleihung auf den Punkt: „Es freut mich sehr, im Herzen Berlins mit 500 Gästen aus Kultur, Medien, Wirtschaft und Politik eine Gala für Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit feiern zu können. Diese neue, offensive Art der Kommunikation von Forschung und Innovationen beweist, dass Clean Tech zu den derzeit wichtigsten Themen gehört und von den Menschen ernst genommen wird“.

Mit Videoclips und Musik des britischen Popstars Clark Datchler, Ex-Frontman von Johnny Hates Jazz, sowie den deutschen Elektropop-Größen SONO setzte die Umweltgala von Anfang an auf Un­gewöhnliches – und bewies damit, dass Clean Tech und Entertainment, Technik- und Medienwelt, Glamour und Nachhaltigkeit ein gutes und vor allem zukunftsfähiges Duo sind.

„Wir leben über unsere ökologischen Verhältnisse, und das muss sich ändern“, so Schauspielerin und Laudatorin Marion Kracht anlässlich der ersten Auszeichnung des Abends, die sie gemeinsam mit Dr. Johannes Liebl von der BMW AG verlieh. Der Clean Tech Media Award in der Kategorie Nach­haltigkeit ging an die juwi Holding AG für ein Bauprojekt der außergewöhnlichen Art: Das energieeffizienteste Bürogebäude der Welt erzeugt mehr Strom als es verbraucht.

Den Endverbraucher für den ökologischen und ökonomischen Mehrwert von Umwelt­technologien zu sensibilisieren – darum ging es den Laudatoren Nova Meierhenrich und Jörg Grotendorst (Continental AG) bei der Preisvergabe in der Kategorie Technologie. Sie ehrten die Enertrag AG für eines der fortschrittlichsten Energieprojekte in Deutschland – das Hybrid-Kraftwerk in Dauerthal, Brandenburg.

In der Kategorie Nachwuchswissenschaftler wurde der 22-jährige Student der TU Braun­schweig, Jan-Philipp Mai, prämiert. Seine bahnbrechende Forschungsarbeit zur energie­effi­zienten Silizium­herstellung für Solarzellen durch die Nutzbarmachung von so genanntem „schmutzigen“ Silizium überzeugte die Jury. „Deutschland hat zahlreiche Talente, die entdeckt und gefördert werden müssen“, so Schwimmstar und Laudatorin Britta Steffen, „unsere Eintrittskarte in nachhaltiges und zugleich wirtschaftliches Wachstum“.

100.000 Besucher in knapp fünf Wochen – das innovative Ausstellungsprojekt überzeugte nicht allein die Jury. Gewinner in der Kategorie Kultur und Medien ist die Klimahaus® Betriebsgesellschaft mbH mit ihrer einmaligen Wissens- und Erlebniswelt Klimahaus Bremerhaven 8° Ost, die mit mehr als 100 interaktiven Exponaten die neuesten Erkenntnisse der Klimaforschung anschaulich vermittelt. „Es sind Filme oder gelungene kulturelle Erlebnisse, die es vermögen, die Konsequenzen unseres Handelns erlebbar zu machen“, beglückwünscht Schauspieler Hannes Jaenicke den Preisträger.

„Der Sonderpreis soll eine Vision weiter beflügeln“, so Award-Initiator Marco Voigt über die Entscheidung der Veranstalter, einen fünften Award zusätzlich als Sonderpreis zu vergeben. Dieser ging an die Desertec FoundationSolarstrom aus den Wüstengebieten Afrikas. Dr. Gerhard Timm, Vorstand der Foundation, nahm die Auszeichnung von Annabelle Mandeng entgegen, bevor diese die Gäste mit einem Aufruf – der sich auch an die zahlreich erschienenen Medienvertreter richtete – entließ: „Saubere Energien gehen uns alle an. Öffentlichkeit und Medien sind äußerst wirksame Instrumente, um die Ideen der grünen Energiewende nachhaltig weiter zu tragen. Machen Sie mit!“ für die Idee zu einem der ehrgeizigsten Großprojekte der alternativen Stromgewinnung, das mithilfe deutscher Wirtschaftsunternehmen bereits Gestalt annimmt:

Im Anschluss an die Preisverleihung nutzten viele Gäste die Möglichkeit, sich beim Flanieren im Ausstellungsparcours, in dem mehr als 40 Aussteller Zukunftswelten präsentierten, über wegweisende Trends zu informieren. Gäste, Aussteller sowie Vertreter aus Wirtschaft und Politik nahmen die inspirierende Atmosphäre zum Anlass für angeregten Meinungsaustausch. Ab 23 Uhr luden die Veranstalter zur After-Show-Party mit der gefragten Hamburger E-Band SONO in Halle F ein. Mit rockigem und elektrisierendem Sound hielten die Pop-Größen aus Hamburg ihre Gäste bis weit nach 24 Uhr auf den Beinen.

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