Wieder mehr Eisbären in Spitzbergen

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Eisbär im Gebiet Barentsee
Eisbär im Gebiet BarentseeEisbär im Gebiet Barentsee

Zahlreiche Tiere werden weltweit vom Klimawandel in ihrem Lebensraum bedroht.  Besonders betroffen sind die Arten in der Arktis. Diesen Sommer wird wieder ähnlich wenig Meereis erwartet wie im Negativrekordjahr 2012. Auch die Eisbären sind in ihrem Lebensraum mehr und mehr eingeschränkt. Wie sich das Tauwetter langfristig auf ihren Bestand auswirkt, konnte noch nicht geklärt werden.

Im September letzten Jahres begannen Experten des Norwegischen Polarinstitutes (NPI) damit die Eisbären in den Gebieten um die Barentssee erstmalig seit elf Jahren zu zählen. Das Forscherteam ging von einer Population zwischen 1900 und 3600 Eisbären aus.

Nun wurden die Ergebnisse veröffentlicht. Der Studie zufolge sind die Eisbären auf Spitzbergen einerseits in einem guten körperlichen Zustand. Zum Anderen haben sie sich seit 2004 sogar vermehrt, Tauwetter und Eisschmelze zum Trotz. 975 Tiere zählten die Norweger um die Leiter der Expedition Jon Ars und Magnus Andersen. Das sind deutlich mehr als bei der letzten Zählung im Jahre 2004. Im norwegischen Gebiet der Barentssee waren es damals bloß 685 gewesen.

Dass es so deutlich weniger Eisbären insgesamt waren, die gezählt werden konnten, liegt an Russland. Die Russen hatten den Zensus verweigert und die Forscher nicht die Grenze passieren lassen. Ob es also einen Gesamtanstieg der Population gibt, lässt sich weiterhin nicht ermitteln. Bleibt bloß zu hoffen, dass die Russen eine eigene Schätzung beauftragen. Auch wenn die grobe Zusammenführung der Ergebnisse nicht ganz ideal ist.

Für die Norweger ist der Anstieg der Population trotz des Klimawandels jedenfalls keine Überraschung. Vom Ende des 19. Jahrhunderts an wurden die Eisbären bis noch 1973 legal gejagt. Trotzdem zeigt die Studie, dass die Eisbären den schwierigen Bedingungen der Arktis mit starken Eisverlusten während des Sommers gewachsen sind. Allerdings sollen 2015 die Eisbedingungen auch, verglichen mit den Vorjahren, relativ gut gewesen sein. Sollte es mehrere Jahre hintereinander wenig Eis geben, könnte das zu erheblichen Konsequenzen führen.

Quellen: Welt

 

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