Wie fördert Deutschland die E-Mobilität?

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E-Mobilität im Verkehrsbereich
Ist das umweltpolitische Ziel im Verkehrsbereich wirklich umsetzbar?

Die Bundesrepublik Deutschland verfolgt das umweltpolitische Ziel, den CO2-Ausstoß bis 2020 um 40 Prozent zum Vergleichsjahr 1990 zu senken. Doch wie will die Bundesregierung dieses Ziel im Verkehrsbereich umsetzen? Welche Maßnahmen erweisen sich für die E-Mobilität als sinnvoll?

Flankierend zur E-Mobilität wurde in Deutschland ein insgesamt 300 Mio. EUR schweres Förderprogramm zum Auf- bzw. Ausbau der notwendigen Ladeinfrastruktur aufgelegt. Vorerst sollen Maßnahmen für Kraftfahrzeuge, wie Kaufpreiszuschüsse oder die Befreiung von der Kfz-Steuer Anreize in Deutschland schaffen, die E-Mobilität zu fördern. Auch für E-Bikes gelten inzwischen lohnsteuerliche Vereinfachungen, die eine Anschaffung für den Kunden günstiger machen.

Unternehmen  beschaffen nun des öfteren Elektrofahrzeuge für die betriebliche Nutzung und legen darüber hinaus den Wunsch offen, Lademöglichkeiten auf dem Firmengelände oder aus Marketinggründen an öffentlich zugänglichen Stellen für die Allgemeinheit vorzuhalten.

Während Energieversorgungsunternehmen meistens eine kostenlose Aufladung der E-Fahrzeuge anbieten, planen verschiedene Handelsunternehmen (z. B. große Lebensmitteldiscounter) die Implementierung von Ladesäulen und das Aufladen der Fahrzeuge gegen Entgelt. Lokale Energieversorgungsunternehmen sowie Industrie- und Dienstleistungsunternehmen bauen das Netz der Ladesäulen in Deutschland somit weiter aus.

Anschaffung von E-Fahrzeugen

Die Bundesregierung hat zwei verschiedene Varianten zur Förderung der E-Fahrzeuge geschaffen: Der Umweltbonus beträgt für reine Batterieelektrofahrzeuge und Brennstoffzellenfahrzeuge 4.000 Euro und für von außen aufladbare Plug-In Hybride 3.000 Euro. Der Bundesanteil am Umweltbonus beträgt für reine Batterieelektrofahrzeuge und Brennstoffzellenfahrzeuge 2.000 Euro und für Plug-In Hybride 1.500 Euro.

Bis Ende 2020 werden E-Fahrzeuge außerdem von der regulären Kfz-Steuer befreit. Diese Regelung gilt ebenfalls für Fahrzeuge, die bis zu diesem Zeitpunkt als E-Fahrzeug umgerüstet werden.

Fahrzeuge und Ladestationen

Zur weiteren Förderung der Elektromobilität kann zukünftig auch der Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern eine lohnsteuerfreie Stromtankstelle zur Verfügung stellen. Auch diese Vergünstigung ist zunächst bis zum 31.12.2020 beschränkt. Im Falle einer kostenlosen Betankung von Dritten an den Ladesäulen könnte es an einem Nachweis der tatsächlichen Nutzung scheitern, da außer den „verbrauchten Mengen“ keine Auswertung vorliegt, wer die Ladesäule genutzt hat.

Lesen Sie mehr darüber, warum sich die Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen als Alternative für nachhaltige Mobilität erweist, hier auf CleanEnergy Project.

Ein Gastbeitrag von Herrn Lukas Bien – Manager und Steuerberater bei PKF Fasselt Schlage am Duisburger Standort.