Wenn die Anlage brennt

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Über die Schönheit von Solaranlagen auf Hausdächern lässt sich sicherlich streiten. Vom persönlichen Geschmack einmal abgesehen ist die Zunahme solcher Anlagen zumindest für die Umwelt eine überaus erfreuliche Entwicklung. Anders sieht das bei den Feuerwehren aus, die in Sachen Brand von PV-Anlagen immer wieder vor gefährlichen Herausforderungen stehen. Zwar gab es in der Vergangenheit diverse Merkblätter der Branddirektionen, doch über ein einheitliches Vorgehen in Zusammenarbeit mit den Anlagenherstellern konnte man sich bislang nicht einigen. Das soll sich nun ändern, denn erstmals gibt es einheitliches Infomaterial für das gesamte Bundesgebiet.

Für die Feuerwehren ist es nichts neues, zu einer brennenden Photovoltaikanlage gerufen zu werden. Den Umgang mit elektrischen Anlagen bei Gebäudebränden lernen die Einsatzkräfte von der Pike auf, doch gerade wenn Solaranlagen in den Brand involvier sind, kann es für die Löschkräfte gefährlich werden. Auch, wenn die Anlage abgeschaltet ist, fließt weiterhin Strom, unbedachte Löscheinsätze werden dann schnell zum gefährlichen Unterfangen. Der Deutsche Feuerwehrverband und der Bundesverband Solarwirtschaft haben daher eine bundeseinheitliche Einsatzkarte für die Feuerwehren entwickelt, wie im Falle eines Gebäudebrandes bei dem Photovoltaik Anlagen involviert sind, vorzugehen ist.

Die „Handlungsempfehlung Photovoltaik“ soll den Einsatzkräften durch ein einheitliches Ablaufschema Hilfestellung geben. Aufbau, Vorgehen und Gefahren bei Photovoltaikbränden werden erläutert und tragen somit zur Aus- und Weiterbildung der Einsatzkräfte und nicht zuletzt für den sicheren Umgang mit der brennenden Solaranlage bei. Ins Leben gerufen wurde diese Initiative vom Bundesverband Solarwirtschaft, der diese Handlungsempfehlung im Rahmen des parlamentarischen Abends des Deutschen Feuerwehrverbandes von rund 300 Führungskräften der bundesweiten Feuerwehren erarbeiten ließ. Jetzt müsse nur die Entwicklung durch technische Standards vorangetrieben werden, an der der Expertenkreis bereits arbeitet, um eine effektive und vor allem sichere Brandbekämpfung zu ermöglichen.

Judith Schomaker

 

One Response

  1. IPM-SYSTEM Team

    27. September 2010 14:19

    Bei konventionellen PV-Anlagen herrschen in der gesamten Anlage gefährlich hohe Ströme und Spannungen während der Bau- und Betriebsphase. Diese hohe Ströme und Spannungen liegen immer vor, wenn Sonne auf die PV-Generatoren scheint. Bei den allermeisten konventionellen Anlagen gibt es keine Möglichkeit, das System abzuschalten.
    Die Montage der Anlagen ist daher nicht ungefährlich und sollte nur von entsprechendem Fachpersonal ausgeführt werden. Die hohen Energien auf dem Dach erhöhen auch das Brandrisiko.

    Die Feuerwehr weist verstärkt darauf hin, dass Sie bei Häusern mit PV-Anlagen eine deutlich erhöhte Gefahr für Ihr Personal sehen und die Löscheinsätze entsprechend anpassen werden.
    Hohe Ströme und Spannungen liegen grundsätzlich immer vor, wenn Sonne auf die Generatoren scheint. Es gibt bei konventionellen Anlagen keine Möglichkeit das System abzuschalten.

    Feuerwehren in Deutschland weisen verstärkt darauf hin, dass sie bei Häusern mit PV-Anlagen eine deutlich erhöhte Gefahr für Ihr Personal sehen und die Löscheinsätze entsprechend anpassen werden (Stichwort: „kontrolliertes Abbrennen“).

    Das IPM SYSTEM verschafft Abhilfe und bietet zusätzlich noch mehr Ertrag und mehr Transparenz.

    Vorteile während der Verbauung:
    – Es liegen keine hohen Ströme und Spannungen an, die –
    Gefahr durch Stromschläge für Monteure wird drastisch
    verringert (gesteigerte Arbeitssicherheit)

    Vorteile während des Betriebes / Wartung:
    – Die Brandgefahr sinkt, das Versicherungs- und
    Haftungsrisiko verringert sich
    – Zur Wartung lassen sich einzelne Generatoren gezielt
    abgrenzen und vom Stromkreis nehmen. Die Wartung
    einzelner Module kann ohne Gefahr von Stromschlag
    und ohne Ertragsausfall erfolgen.

    Ihr IPM SYSTEM – Team

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