Wachstum und Ressourceneffizienz funktionieren auch gemeinsam

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UN-Grundlagebericht, Ressourcen schonen und mehr Wachstum
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Sparsamer Umgang mit Ressourcen und Wachstum der globalen Wirtschaft müssen sich nicht gegenseitig ausschließen. Das ist zumindest das Ergebnis des neuen Grundlagenberichtes der Vereinten Nationen. Er wurde am Donnerstag vorgelegt. Die Experten des UN-Ressourcenrates bestätigen damit die Möglichkeit steigender Wirtschaftsleistung trotz – oder gerade wegen – geringeren Ressourcenverbrauches.

 

Ein sparsamer Umgang mit Wasser, Kohle oder Metallen ist essentiell für den globalen Klimaschutz. Rohstoffknappheit wie Umweltschäden sorgen für steigende Kosten und Verteilungskämpfe, die häufig in kriegerischen Auseinandersetzungen enden.

Dass es auch anders geht, zeigt der neue Grundlagenbericht, der den Vereinten Nationen vorgelegt wurde. Würde man die vorhandenen Ressourcen effizienter nutzen, ließe sich nicht nur der Rohstoffverbrauch senken. Auch die Treibhausgasemissionen sänken extrem. Darüberhinaus wäre sogar von einem Wachstum der Weltwirtschaft auszugehen.

Wenn dagegen alles so weiterginge wie bisher, gehen die Experten davon aus, dass der Ressourcenverbrauch bis 2050 rapide ansteigt. Von derzeit 86 Millionen Tonnen jährlich würde der globale Verbrauch auf sagenhafte 185 Millionen Tonnen explodieren.

Sollte allerdings von nun an auf Ressourcenschonung gesetzt werden, ließe sich der aktuelle Rohstoffverbrauch um 28 Prozent mindern. Auch die Treibhausgasemissionen ließen sich um mehr als 60 Prozent verringern, das Wirtschaftswachstum sogar um immerhin ein Prozent erhöhen.

Der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium äußerte sich entsprechend: „Ressourceneffizienz trägt entscheidend dazu bei, den Industriestandort nachhaltig zu stärken und zu modernisieren. Dabei sind Digitalisierung und Leichtbau wichtige Treiber für Ressourceneffizienz von denen insbesondere die wachstumsstarken Schwellenländer profitieren können. Mit der G20 Partnerschaft für Ressourceneffizienz legen wir den Grundstein, um die dazu notwendige Vernetzung und den erforderlichen Austausch in Gang zu setzen. Dabei wird es darauf ankommen, auf Freiwilligkeit und Kooperation mit der Wirtschaft zu setzen.“

Die angesprochene G20-Partnerschaft soll nun dafür sorgen, dass die Erkenntnisse des Grundlagenberichtes auch umgesetzt werden. Sie fließen in die Vorbereitung des G20-Gipfels ein, der am 7. und 8. Juli in Hamburg stattfindet.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: „Die Bundesregierung will die deutsche G20-Präsidentschaft für eine neue internationale Initiative zur Ressourceneffizienz nutzen. Wir brauchen eine starke Partnerschaft aller großen Wirtschaftsmächte, damit wir die Grenzen unseres Planeten nicht noch weiter überschreiten. Unser Wohlstand darf nicht abhängig sein von einem immer intensiveren Abbau natürlicher Ressourcen. Wachstum und Ressourcenverbrauch sind weltweit immer noch viel zu stark miteinander verbunden.“

Ein schonender Umgang mit den vorhandenen Ressourcen ist wichtig zum Erreichen der globalen Nachhaltigkeitsziele. Das belegt der Grundlagenbericht.

Quelle: BMUB