Vorbildlicher Mieterstrom in Konstanz

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Bildquelle: Stadtwerke Konstanz

Für ihr Mieterstromprojekt wurden nun die Stadtwerke Konstanz ausgezeichnet: eine Kraft-Wärme-Kopplungs-anlage, kombiniert mit Photovoltaik und intelligentem Mess-system.

Das erdgasbetriebene Blockheizkraftwerk mit 20 Kilowatt (kW) elektrischer und 42 kW thermischer Leistung befindet sich im Konstanzer Drechslerweg. Die auf dem Dach installierte Photovoltaik-Anlage steuert zur Stromversorgung 22,88 Kilowatt bei. Bundesweit einzigartig macht diese Anlage die Kopplung der beiden Systeme mit elektronischen Zählern. Diese liefern alle 15 Minuten Daten bezüglich der aktuellen Stromproduktion sowie zum Verbrauch. So können die Mieter ihr Stromnutzungsverhalten aktiv anpassen.

Das bedeutet konkret: Wer beispielsweise bei Sonnenschein staubsaugt oder Elektrogeräte wie Waschmaschine und Trockner laufen lässt, erhöht seinen individuellen Verbrauch des im Gebäude erzeugten Stroms. Und das zahlt sich aus: Der „interne“ Strom schlägt nämlich nur mit 22,625 Cent pro Kilowattstunde (kWh) zu Buche, während für den aus dem allgemeinen Versorgungsnetz bezogenen Reststrom 24,556 Cent pro kWh berechnet werden.

Dieses Mieterstrommodell der Stadtwerke Konstanz macht deutlich, dass KWK- und PV-Anlagen ganz im Sinne einer optimierten Energieeffizienz hervorragend miteinander harmonieren können: Während im Sommer die Photovoltaik den meisten Strom bereitstellt, springt bei reduzierter Sonneneinstrahlung das Blockheizkraftwerk ein. Installieren lässt sich ein solch dezentrales Stromversorgungssystem nicht nur in Neubauten, sondern auch in bestehende Gebäude. Weiterer Vorteil: Es werden keine großen Energiespeicher benötigt.

Das Projekt wurde von vom Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung als “BHKW des Jahres 2016” ausgezeichnet. Hergestellt wurde das Blockheizkraftwerk von der Berliner EC Power. Lieferung und Einbau des BHKW übernahm die Enerquinn Energiesystemtechnik aus Weingarten.

Aufgrund der hohen Wirtschaftlichkeit haben die Stadtwerke Konstanz bereits beschlossen, weitere Anlagen dieser Art zu installieren.

Quelle: www.enerquinn.de