Das „Last mile“ Problem bei der Paketzustellung

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Grafik Lieferdienst pakadoo
Grafik Lieferdienst pakadoo

Klicken, kaufen, Paket erwarten – so einfach und schnell wie heute konnten wir noch nie unseren Einkauf erledigen. Vor allem zur Weihnachtszeit freuen sich Paketzusteller über das gute Geschäft, Konsumenten ersparen sich den Weg in überfüllte Kaufhäuser zur Weihnachtszeit. Mehrfache erfolglose Zustellversuche sind jedoch nicht nur ein Ärgernis für den Empfänger, sondern auch für die Umwelt und das Klima.

Jeder zweite Deutsche nutzt inzwischen das bequeme Onlineangebot bei amazon, zalandoo und Co. für sein Shoppingerlebnis. Die dadurch rasant steigenden Paketzahlen zeigen, dass es einer entsprechenden Lösung für Kunden und Händler und vor allem für unsere Umwelt, bedarf.

Der Paktzulieferer pakadoo macht mit seiner Grafik auf eine der größten Herausforderungen der Paketlieferung aufmerksam: die erfolgreiche Zustellung an den Endkonsumenten. Denn eine Erstzustellung an den Kunden zu Hause entspricht dem Idealfall, ist in der Realität aber nur sehr selten der Fall. Denn tatsächlich kommt nur jedes zweite Paket beim ersten Versuch in den eigenen vier Wänden an. Muss der Lieferant sich allerdings um eine weitere Zustellung bemühen, so belastet dies die Umwelt um bis zu einem fünffachen mehr. Trotz dieses Problems steigen gleichzeitig die die Zahlen, dass die meisten Kunden ihre Pakete immer noch am liebsten zu Hause empfangen.

Eine Alternative wäre die direkte Lieferung an den Arbeitsplatz, wie sie pakadoo selbst anbietet. Das Unternehmen ermöglicht es Arbeitgebern ihren Mitarbeitern private Pakete unabhängig vom Paketdienstleister direkt im Büro zu empfangen und zu retournieren. Durch die Vermeidung mehrfacher Transportwege und die Bündelung mehrerer Zustellungen ist das mit 58 Gramm Kohlenstoffdioxid pro Paket die umweltschonendste Alternative, selbst im Vergleich zur erfolgreichen Erstzustellung an der eigenen Haustür mit rund 277 Gramm. Neben einem geringeren Spritverbrauch und der Reduktion von CO2-Emissionen wird auch der Stadtverkehr entlastet.

Neben der Paktzustellung am Arbeitsplatz gibt es für alle Onlineeinkäufer vielleicht bald weitere Alternativen. Die großen Lieferdienste experimentieren bereits mit Drohnen, Robotern, der Zustellung von Paketen in der Innenstadt per Lastenrad und der Autohersteller Volvo versucht sich aktuell an einer Abhol-Zentrale im privaten Kofferraum. Vorläufig kann man jedoch auch auf einen einfachen Trick zurückgreifen: Man schaut sich in der vertrauensvollen Nachbarschaft oder den Hausbewohnern um und bietet sich gegenseitig Unterstützung bei der Paketzustellung an.

Jeder Käufer kann letztlich selbst entscheiden, auf welchem Weg seine Ware zu ihm gelangt und somit auch aktiv das Klima entlasten. 

 

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