Vernetzte E-Mobilität auf der Hannover Messe

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Bild: e-Mobil BW

Die ganze Bandbreite der emissionsfreien und vernetzten Mobilität von morgen präsentiert Baden-Württemberg in einer Sonderschau auf der Hannover Messe vom 24. bis zum 28. April. Zu den 34 Ausstellern zählen Softwareschmieden, KMUs, Fahrzeughersteller, For-schungseinrichtungen, Energieversoger und Betreiber von Infrastrukturen wie Flughäfen und Parkhäuser.

Bereits zum dritten Mal bildet der Baden-Württemberg Pavillon als größter Ausstellungstand zur Elektromobilität den Mittelpunkt der Energy Halle 27 auf der Hannover Messe. Auf über 600 Quadratmetern Ausstellungsfläche bieten 34 Aussteller den erwarteten 3.000 Fachbesuchern konkrete Einblicke in die neue Welt der Mobilität, die durch die maßgeblichen technologischen Triebkräfte Vernetzung, Automatisierung und Elektrifizierung vorangetrieben und in Baden-Württemberg mitgestaltet wird. Das diesjährige Motto der Sonderschau ist „Boosting future mobility“.

Ein Beispiel für die neuen Möglichkeiten der vernetzten Verkehrssteuerung ist das aus einem Förderwettbewerb des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg hervorgegangen Projekt „Move BW“. Ein um die Bosch Software Innovations GmbH organisiertes Technologie-Konsortium startete im Juli 2016 mit der Entwicklung einer Datenplattform, die Echtzeitdaten zu Verkehr, Parkraumsituation und Fahrplänen des ÖPNV erfasst und verlässliche Verkehrsprognosen für die kommunalen Einrichtungen der Verkehrsteuerung aufstellt. Die einzelnen Verkehrsteilnehmer navigiert die ebenfalls neu entwickelte Move BW-App auf dem Smartphone bequem, schnell und verkehrsmittelübergreifend zu ihren Zielen. Positive Effekte sind die Senkung von Lärm-, CO2– und Feinstaubemissionen durch die optimale Auslastung von ÖPNV, Straßen und Parkraum, aber auch das Reservieren von Ladesäulen für E-Fahrzeuge und die Minimierung des Parkplatzsuchverkehrs. Ab Sommer 2017 folgt die Erprobung von Move BW in der Metropolregion Stuttgart (Aussteller: Bosch Software Innovations GmbH, High-Q Professional Services GmbH und PBW Parkraumgesellschaft Baden-Württemberg mbH).

E-Fahrzeuge sind prädestiniert für das automatische Parken und Laden, eine Zukunftsvorstellung, an der die CTC Cartech Company aus Böblingen bereits erfolgreich arbeitet. Das Demonstrationsprojekt Autoples stellt das Potenzial der Technologie für stark frequentierten Parkräume vor. Neben der Automatisierung des Fahrens zählen vor allem die Batteriemodule zu den Schlüsseltechnologien. CTC entwickelt im Rahmen des Projektes LionTelligence für Hersteller, Autohäuser und Zulieferer ein Battery Life Cycle Management System, das über den gesamten Verwendungszeitraum einer Lithium-Ionen-Batterie deren individuellen Zustandsdaten erfasst und dadurch eine ständige Verbesserung der Batteriemodelle ermöglicht.

Die Greening GmbH präsentiert ein kompaktes Antriebs- und Brennstoffzellenmodul mit aufgelöstem Packagekonzept, das eine bauraumoptimale Integration der Brennstoffzelle an der Hinterachse ermöglicht. Die Zukunft des Ladens von E-Fahrzeugen zeigt Greening anhand eines hochleistungsfähigen kabellosen Ladesystems, das als Teil eines Smartgrids sowohl in öffentlichen wie in privaten Stromnetzen bi-direktional betrieben werden kann. Das passende Batteriemodul ist modular aufgebaut, was den Austausch einzelner Zellpakete ermöglicht. Beide Aspekte – Wartungsfähigkeit und kabelloses Laden – senken die Kosten bzw. erhöhen die Alltagstauglichkeit von E-Fahrzeugen.

Die Alltagtauglichkeit von E-Fahrzeugen beweist der Flughafen Stuttgart bereits heute mit der voranschreitenden Elektrifizierung seiner Vorfeldflotte. Bereits Ende 2017 wird der gesamte Personen- und Gepäcktransport auf dem Flughafengelände von über 10 Millionen Passagieren jährlich (Stand 2016) durch elektrische Abfertigungsfahrzeuge erfolgen. Bis 2020 soll die Elektroflotte um insgesamt 40 Abfertigungsfahrzeuge wie Passagierbusse und Vans, aber auch Förderbänder und Gepäck- und Frachtschlepper anwachsen. In Hannover zeigt der Flughafen Stuttgart als Teil der Elektrifizierungsstrategie einen Elektro-Gepäckschlepper mit Lithium-Ionen-Batterie. Aktuell hat der Flughafen bereits 50 Prozent der Gepäckschlepper, Busse und Förderbänder elektrifiziert bzw. Dieselgeneratoren für die Vorfeldversorgung von Flugzeugen durch Batteriesysteme ersetzt.

Der Baden-Württemberg Pavillon ist ein Gemeinschaftsprojekt von e-mobil BW, Baden-Württemberg International und der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart.

Quelle: E-Mobil BW