Verbrauchertipps zu Erdwärmesonden

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Installation Erdwärmesonden in Biberach, Foto: Ewa Riss

Eine neue Verbraucherinformation über den fachgerechten Bau und Betrieb von Erdwärmesonden bietet das Umweltministerium Baden-Württemberg an. Umweltminster Franz Untersteller möchte damit der Akzeptanz der klimaschonenden Technologie neue Schwung verleihen.

In Baden-Württemberg sind aktuell mehr als 35.000 Erdwärmesonden in Betrieb. In den vergangenen Jahren wurden jährlich rund 3.000 neue Erdwärmesondenanlagen neu gebaut. Sie entziehen der Erde Wärme und wandeln diese mit Hilfe einer Wärmepumpe klimafreundlich in Heizenergie um. Erdwärme punktet gegenüber Gas oder Öl auch in finanzieller Sicht, denn bereits nach wenigen Jahren rechnet sich die Umstellung auf geothermisches Heizen. Gleichwohl halten sich in der Bevölkerung aufgrund der in der Vergangenheit aufgetretenen Schadensfälle, die durch falsch oder unsachgemäß erstellte Erdwärmesonden entstanden sind, zahlreiche Vorurteile und Irritationen.

Umweltminister Franz Untersteller macht deutlich: „Wenn bei der Errichtung und beim Betrieb von Erdwärmesonden die einschlägigen Richtlinien und Regelwerke beachtet werden, ist nahezu auszuschließen, dass Qualitätsmängel und Folgeschäden auftreten. Das wollen wir der breiten Öffentlichkeit mit unserer neuen Broschüre vermitteln.“ Die Broschüre „Erdwärmesonden: Erdwärme erfolgreich nutzen!“ greife eine Reihe weit verbreiteter Vorurteile gegen die Nutzung von Erdwärme auf und widerlege diese durch sachliche und fachmännische Argumente, so der Minister.

So sollten beispielsweise ausschließlich Erdwärmesonden mit einer Arbeitszahl von > 3.0 installiert werden, um einen Beitrag zum Klimaschutz und einen wirtschaftlichen Betrieb zu gewährleisten. Die Jahresarbeitszahl ermittelt sich aus der Wärmeenergie am Ausgang der Wärmepumpe geteilt durch die zugeführte elektrische Leistung. Wenn im Betrieb von Erdwärmesonden- und Grundwasserwärmepumpenanlagen Jahresarbeitszahlen um 4 und darüber erreicht werden, kann von einem wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz gesprochen werden. Wichtig ist auch, die verschiedenen Komponenten der gesamten Anlage möglichst optimal aufeinander abzustimmen.

 „Erdwärme ist ein wichtiger Eckpfeiler für eine klimaschonende Umweltpolitik,“ betont Untersteller und fügte hinzu. „Ich hoffe, dass die neue Broschüre den Verbraucherinnen und Verbrauchern im Land wertvolle Informationen zum Thema Erdwärme liefert, zur breiten Akzeptanz dieser umweltfreundlichen Technologie beiträgt und der Nutzung der Erdwärme so neuen Schwung verleihen wird.“ (hcn)

Download der Broschüre