USA und China stimmen für Umsetzung

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Smok und Umweltprobleme in China
Smok und Umweltprobleme in China

Seit Ende April liegt das Pariser Klimaabkommen bei den Vereinten Nationen in New York zur Unterzeichnung aus. Seitdem hat der Ratifizierungsprozess begonnen. Bislang trat dem Abkommen jedoch bloß ein Bruchteil der über 170 Unterzeichnerstaaten bei. Das hat sich nun geändert. Die Präsidenten der beiden Wirtschaftsmächte USA und China überreichten UN-Generalsekretär Ban Ki Moon die Dokumente für einen Beitritt zum Abkommen.

Im Zuge des G20-Gipfels der größten Industrie- und Schwellenländer, der diese Woche in der chinesischen Millionenstadt Hangzhou stattfindet, gab erst China die Ratifizierung des UN-Klimaabkommens bekannt. Einen Tag später folgten die USA. Für das tatsächliche Inkrafttreten des Abkommens ist dies ein äußerst wichtiger Schritt. Dies kommt erst dann zustande, wenn wenigstens 55 Länder die Umsetzung beschließen. Außerdem müssen sie für mindestens 55 Prozent des globalen Ausstoßes von Treibhausgasen verantwortlich sein.

Bis zur Ratifizierung durch die beiden größten Volkswirtschaften des Planeten verursachten die bisherigen 24 Länder, die sich bereits zur Umsetzung verständigt hatten, bloß rund ein Prozent der Emissionen weltweit. Allein die Volksrepublik China ist für das 25-fache verantwortlich. Die USA folgen mit immerhin rund 15 Prozent des globalen Emissionsausstoßes.

Der Ständige Ausschuss des Volkskongress hatte am Freitag die Pariser Verträge ratifiziert, US-Präsident Obama konnte das Abkommen ohne Zustimmung des Kongresses am Samstag in Kraft setzen.

Obama und Chinas Staatsoberhaupt Xi Jinping hatten sich schon vor zwei Jahren während des Asien-Pazifik-Gipfels auf gemeinsame Anstrengungen zur Bekämpfung des Klimawandels verständigt.

Das Pariser Abkommen setzt sich zum Ziel die Erderwärmung auf weniger als zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter, Mitte des 19. Jahrhunderts,  zu beschränken. Um das zu erreichen muss der Ausstoß umweltschädlicher Treibhaus- und Klimagase stark eingeschränkt werden. Dazu sind vor Allem eine Abkehr von fossilen Brennstoffen wie Kohle, Gas oder Öl und Der Umstieg auf Erneuerbare Energien nötig. Die reichen Industrieländer sind außerdem dazu angehalten bis 2020 einen Finanzierungsplan aufzustellen, in dem festgehalten wird, wie die vom Klimawandel besonders betroffenen Regionen unterstützt werden können.

Die bisher zugesagten Anstrengungen, um das Ziel zu erreichen, sind vielen Klimaschützern allerdings noch zu wenig.

Die Vereinten Nationen setzen darauf, dass das Pariser Abkommen bis zum Ende des Jahres in Kraft treten kann. Nachdem nun die zwei der größten Industrienationen die Ratifizierung beschlossen haben, stehen die Zeichen recht gut. Frankreich hatte das Abkommen bereits im Juni ratifiziert, Deutschland will spätestens im November folgen.

Quellen: Tagesschau

Bundesregierung.de  

 

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