USA: Rekordzubau bei Photovoltaik

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Energiewende San Francisco
Energiewende San Francisco

Mit einem erwarteten Zubau von 14,5 Gigawatt in 2016 legt der Photovoltaikmarkt in den USA so stark zu wie noch nie. Getrieben wird der Markt vor allem durch die im Januar um fünf Jahre verlängerten Steueranreize des Investment Tax Credit (ITC), die gesunkenen Kosten sowie politische Ausbauziele. Auch der Energiespeichermarkt boomt.

Laut Prognosen von GTM Research werden bis Ende des Jahres Solarparks und große PV-Dachanlagen mit einer Leistung von gut 10 Gigawatt neu installiert, dazu Hausdachanlagen mit einer Leistung von mehr als vier Gigawatt. Dies entspricht einem Marktwachstum von mehr als 90 Prozent. Es wird erwartet, dass innerhalb der kommenden fünf Jahr mindestens 1,3 Gigawatt neue Batteriespeicher installiert werden, derzeit sind laut Angaben des U.S. Energieministeriums „intelligente Speicher“ mit einer Leistung von gut 500 Megawatt installiert. Der demokratische Senator Martin Heinrich macht sich nun dafür stark auch für Energiespeicher durch Steueranreize zu fördern, wie das Beratungsunternehmen IHS jüngst berichtete.

Bei der Eröffnung der Intersolar North America gestern Abend in San Francisco sprach sich der demokratische Senator Kevin de León für eine verstärkte Kopplung des Zubaus der Photovoltaik mit dem Netz- und Energiemanagement sowie der Elektromobilität aus. Vorreiter in Sachen Elektromobilität sei der südkalifornische Energieversorger Southern California Edison, der innerhalb der kommenden Jahre 30.000 Ladestationen errichten will.

Doch schrieb der mit dem „Intersolar 2016 Champion of Change Award“ ausgezeichnete León den Energieversorgern und der Politik ins Gewissen, die nötige Dekarbonisierung noch konsequenter voran zu treiben. Dies habe auch enorm positive wirtschaftliche Effekte. Schon jetzt wachse der Cleantech-Sektor in Kalifornien stärker als die meisten anderen Wirtschaftszweige. Entscheidend sei jedoch auch die „Demokratisierung“ der Dekarbonisierung weiter auszubauen, sprich auch weniger kaufkräftigen Schichten die Nutzung erneuerbarer Energien zu ermöglichen mit positiven Effekten auch für die Lebensqualität und die Gesundheitsvorsorge. „Die politische Lobbyarbeit und Überzeugungsarbeit bei den Verbrauchern muss hierbei noch verstärkt werden“, unterstrich Leon.

 

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