US-Großkonzerne unterstützen Umweltpolitik Obamas

,

13 Großunternehmen wollen Obamas Kurs für mehr Klima- und Umweltschutz unterstützen.
13 Großunternehmen wollen Obamas Kurs für mehr Klima- und Umweltschutz unterstützen.

US-Präsident Barack Obama macht sein Land vor dem bevorstehenden Weltklimagipfel in Paris mobil für den Klimaschutz: Laut einer gestern erschienenen Erklärung wollen verschiedene Großkonzerne die Umweltpolitik Obamas unterstützen und haben sich im Zuge dessen verpflichtet, künftig deutlich umwelt- und klimafreundlicher zu arbeiten. Das solle die richtigen Signale setzen, damit Paris ein Erfolg werde, heißt es in der Erklärung.

Wie das Nachrichtenmagazin „The guardian“ gestern berichtete, setzen am Montag insgesamt 13 US-amerikanische Großunternehmen ihren Namen unter den sogenannten „American Business Act on Climate Pledge“, darunter Weltkonzerne wie Walmart, Coca Cola, Google, Microsoft, General Motors und Apple, um auf diese Weise den umweltpolitischen Kurs Barack Obamas zu unterstützen.

Mit dieser Verpflichtung verfolgt die US-Regierung den ehrgeizigen Plan, die CO2-Emissionen des Landes bis 2030 um gewaltige sechs Milliarden Tonnen zu verringern. Das sei vergleichbar damit, für mehr als vier volle Jahre alle Fahrzeuge der USA von den Straßen zu nehmen, schrieb die US-Regierung in einer Pressemeldung. Insgesamt sollen die Treibhausgas-Emissionen der USA bis 2025 um 26-28 Prozent reduziert werden.

Die Verpflichtung der Großkonzerne werde dazu maßgeblich beitragen, erklärte das Weiße Haus: Mindestens 140 Milliarden US-Dollar wollen die 13 Unternehmen demnach in klimafreundliche bzw. CO2-arme Technologien und den Ausbau der Erneuerbaren investieren. Einige der Unterzeichner hätten sich darüber hinaus verpflichtet, ihre CO2-Emissionen um rund 50 Prozent und den Wasserverbrauch um rund 15 Prozent zu verringern, ihre Stromversorgung künftig zu 100 Prozent mit Erneuerbaren Energien sicherzustellen und auf Zulieferer, die Wälder zerstören, gänzlich zu verzichten.

Coca Cola beispielsweise hat unterschieben, die CO2-Bilanz des „Drinks in your hand“ bis 2020 um 25 Prozent zu verringern. So würden ab 2020 rund 20 Millionen Tonnen CO2 im Jahr eingespart werden, schätzt der Konzern. Walmart hat sich verpflichtet, bis zum Ende des Jahres 2020 mehr als sieben Milliarden Kilowattstunden Erneuerbare Energie weltweit zu verwenden. Das sei, verglichen mit 2010, eine Steigerung um 600 Prozent.

Obamas Berater Brian Deese sagte, der Vorstoß sei der Beginn einer größeren Mobilisierungs-kampagne vor den Klima-Verhandlungen in Paris. Weitere US-Firmen würden folgen, diese Erklärung sei erst der Anfang. Im Herbst werde eine zweite Erklärung erscheinen mit dem Ziel, noch viele andere Unternehmen dazu zu bewegen, dem American Business Act on Climate Pledge beizutreten. Die Verpflichtung der Großunternehmen sei ein Zeichen, dass auch die Privatwirtschaft der globalen Herausforderung des Klimawandels entgegentrete.

Die Welt blicke auf die bevorstehende Weltklimakonferenz im Dezember in Paris, heißt es in der Erklärung. Für den Erfolg der Konferenz werde die Führung der USA von großer Bedeutung sein. Beim Weltklimagipfel im Dezember in der französischen Hauptstadt soll ein verbindliches Abkommen für über 190 Staaten beschlossen werden, um den CO2-Ausstoß zu drosseln. 2020 soll es in Kraft treten.

Quelle: dpa

 

Leave a Reply