Unternehmen für Klimaschutz

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In einem zweiseitigen Kommuniqué haben mehr als 500 Unternehmen beschrieben, welche Maßnahmen notwendig sind für ein ehrgeiziges, erfolgsversprechendes, und gerechtes Klimaschutz-Abkommen im Dezember 2009 in Kopenhagen. Initiiert wurde dieses Kommuniqué von dem Prince of Wale´s Corporate Leaders Group on Climate Change.

Zum ersten Mal haben sich Unternehmen aus der ganzen Welt zusammengeschlossen, um eine gemeinsame Aussage zum Klimaschutz zu formulieren. Unter ihnen sind Unternehmen wie Adidas, AirFrance, BASF, British Airways, O2, BP und Siemens. Eine vollständige Liste der Unterzeichner finden Sie hier .

Im Wesentlichen besagt der Text nicht viel Neues: drastische Emissionsreduzierungen sind notwendig, um die globale Erderwärmung unter zwei Grad Celsius zu halten. Um einen globalen Vertrag zu ermöglichen, ist ein gerechter Transfer von Technologien und Geldern in die Länder notwendig, die kaum etwas zum Klimawandel beitragen, aber stark davon betroffen sind und sein werden. Neu ist allerdings, dass die Unternehmen zusätzliche politische Maßnahmen vorschlagen, welche die Durchsetzung höherer Energieeffizienz und kohlenstoffarmer Technologien vorantreiben.

Solche Vorschläge könnten zunächst erstaunen, da die erforderlichen Maßnahmen große und schnelle Umstrukturierungen der Unternehmen erfordern würden. Sollten daher Unternehmen nicht gegen solch drastische Änderungen sein?

Nicht, wenn sie erkennen, dass wir langfristig sehr große Verluste erleiden werden, wenn wir jetzt nicht rechtzeitig und effektiv handeln. Nicht, wenn sie erkennen, dass eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung nur möglich ist, wenn wir das Überschreiten der Obergrenze von Zwei-Grad vermeiden können.

Die Tatsache, dass 500 Unternehmen der Welt die Konsequenzen des Klimawandels in all ihren Facetten erkennen, und wirksamen Klimaschutz unterstützen, ist ein enormer Schritt in die richtige Richtung. Interessant dabei ist auch, welche Unternehmen den  dazu notwendigen Weitblick noch nicht erlangt haben  (was man bei einigen deutschen Autofirmen ja auch nicht unbedingt erwarten würde).

Einen fragwürdigen Punkt gibt es jedoch in dem Dokument, nämlich die Forderung nach einer „klaren Strategie zur Kommerzialisierung der Sequestrierung und unterirdischen Speicherung (CCS) mit dem Ergebnis einer flächendeckenden Nutzung dieses Systems.“ (siehe einen früheren Beitrag zu CCS ). Aber wenn erneuerbare Energien erst einmal flächendeckend genutzt werden, ist  CCS für fossile Energien nicht mehr nötig.

Maiken Winter

 

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