UN-Jahr „Nachhaltige Energie für alle“

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nachhaltige Energie; Bild: shutterstock

Der Weltgipfel für Zukunftsenergie (World Future Energy Summit), der vom 16. bis 19. Januar in Abu Dhabi (VAE) stattfand, stand in diesem Jahr ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon rief anlässlich der bevorstehenden Rio+20-Konferenz für Nachhaltige Entwicklung das UN-Jahr „Nachhaltige Energie für alle“ (International Year of Sustainable Energy for All) aus. Unter seiner Leitung führt UN-Energy, ein Zusammenschluss aus 20 UN-Organen und Organisationen, eine gleichnamige Initiative durch.

Ziel der UN-Initiative ist es, bis zum Jahr 2030 allen Menschen einen Zugang zu modernen Energiedienstleistungen zu gewähren und den Anteil erneuerbarer Energie am globalen Energiemix auf 30 Prozent zu verdoppeln. Außerdem soll der globale Energieverbrauch um 40 Prozent gesenkt werden. Auf der Rio+20-Konferenz im Juni  2012 soll ein entsprechendes Strategie- und Maßnahmenpaket zur Umsetzung dieser Ziele verabschieden.

Derzeit leben weltweit  1,5 Milliarden Menschen ohne Zugang zur Stromversorgung. Dabei ist die Verfügbarkeit von Energie für viele Regionen ein wichtiger Wachstumsfaktor und Schlüssel zur Armutsbeseitigung. Mit der Förderung erneuerbarer Energien will man Arbeitsplätze schaffen, entlegenen und benachteiligten Regionen einen Zugang zur Energieversorgung gewähren und dadurch helfen, Armut zu reduzieren. Gerade mittels einer nachhaltigen und dezentralen Energieversorgung ist es möglich, Menschen in abgelegenen oder unterentwicklten Gebieten zur Energieautarkie zu verhelfen, etwa durch Photovoltaik- oder Windenergieanlagen.

Der diesjährige Weltenergiegipfel schloss sich an die Jahrestagung der Internationalen Organisation für Erneuerbare Energien (IRENA) an. Vertreter von über 150 Staaten nahmen an dem Ereignis teil, darunter Chinas Premierminister Wen Jiabao sowie zahlreiche Energieminister. Wen Jiabao eröffnete überraschend seine Absicht, IRENA beitreten zu wollen.

Das Gesamtbudget der Organisation wurde für 2012 auf 28,4 Millionen US-Dollar erhöht. In Deutschland eröffnete im Oktober letzten Jahres das IRENA Innovations- und Technologiezentrum (IITC) in Bonn, mit dem Deutschland einen wichtigen Beitrag zu den Aktivitäten der Organisation leistet.

Josephin Lehnert

 

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