Weltmeere schlimmer verschmutzt als bislang angenommen

Dass unsere Weltmeere durch Abfälle, allem voran Plastikmüll, stark verschmutzt sind, ist nichts Neues. Wie sehr die Verschmutzung jedoch bereits fortgeschritten ist, darüber gab es bislang keine gesicherten Daten. Eine neue Studie von der Umweltorganisation „5 Gyres Institute“, die am 10. Dezember 2014 im Fachjournal „Plos One“ veröffentlicht wurde, beweist jetzt:

In unseren Weltmeeren schwimmen rund 5.25 Billionen Fremdkörper. Das Gesamtgewicht wird dabei auf fast 270.000 Tonnen geschätzt. Dabei wurden allerdings nur die an der Meeresoberfläche treibenden Teile berechnet, die Unmengen Müll auf dem Meeresgrund sind außen vor.

Der Abfall sammelt sich vor allem in Strömungswirbeln und verdichtet sich dort teilweise so stark, dass Wissenschaftler ihn als eine Art Gestein, sogenanntes Plastikglomerat, bezeichen. Durch Wellenbewegungen und UV-Licht werden viele Plastikteile dabei so stark zerkleinert, dass sie von Meerestieren aufgenommen werden. So gelangen die schädlichen Stoffe letztlich auch in menschliche Nahrung, warnen die Forscher.

Die EU diskutiert momentan darüber, wie der Verbrauch von Plastiktüten eingedämmt werden könnte. So könnte beispielsweise der Verbrauch bereits im Handel auf ein Maximum beschränkt oder die Tüten mit einer Abgabe belegt werden.

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