Klimaschädliches Teersandöl kommt künftig leichter nach Europa

Das EU-Parlament hat den Import und die Nutzung von Öl aus Teersanden durch ein neues EU- Gesetz erleichtert. Dadurch wird künftig wohl vor allem kanadisches Teersandöl nach Europa gelangen, denn Kanada besitzt riesige Vorkommen und profitiert so am meisten von dem neuen Gesetz. Das Öl, das durch aufwendige Verfahren aus Teersanden gewonnen wird, gilt als einer der schmutzigsten Energieträger, denn die Förderung ist wesentlich klimaschädlicher als herkömmlich gewonnenes Erdöl.

Umweltschutzorganisationen sind entsetzt, denn die Teersandöl- Produktion ist neben der Klimaschädlichkeit auch für die Umwelt ein Debakel. Um an das Öl zu gelangen, werden ganze Landstriche verwüstet, Wälder gerodet und empfindliche Ökosysteme zerstört. Was zurückbleibt sind Ödland und tote Seen, in denen die Rückstände der Teersande gelagert werden.

Trotz dieser schrecklichen Folgen für Klima und Umwelt wird das Teersandöl nun künftig gesetzlich im Wesentlichen mit herkömmlichen Erdöl gleichgesetzt, und so der Verkauf nach Eurropa erleichtert werden. Somit ist der Weg nun frei für CETA, dass Freihandelsabkommen mit Kanada.

Ein kleines Zeichen der Hoffnung bringt allerdings die 326 Gegenstimmen der Parlamentarier. Denn das neue Gesetz wurde nur mit einer Mehrheit von 12 Stimmen durchgesetzt. Die Gegenstimmen der Parlamentarier seien ein klares Signal dafür, dass die EU nach 2020 mehr gegen dreckiges Öl unternehmen müsse. Nusa Urbancic von NGO Transport & Environment (T&E) sagte dazu, die neue EU- Kommission werde die vielen Gegenstimmen hoffentlich dazu bewegen, es den Ölfirmen künftig zu erschweren, sich mit den Teersandölen zu bereichern.

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