Deutschland droht ökologische Katastrophe

Es könnte nach Einschätzung vieler Experten zu einer gewaltigen Umweltkatastrophe werden: Der deutsche Konzern RAG plant Medienberichten zufolge, stillgelegte Kohlebergwerke in unmittelbarer Nähe der Flüsse Ruhr und Saar zu fluten.


Dem Nachrichtenmagazin „Spiegel Online“ liegen, nach eigenen Angaben, Informationen vor, die belegen, dass in den betroffenen Stollen rund 12.500 Tonnen PCB-haltiges Hydrauliköl lagern, denn weniger als 10 Prozent dieses im Bergbau oft verwendeten Öls sei dabei über die Jahre ordnungsgemäß entsorgt worden. Im Falle einer Flutung könnte das Gift bis in die Flüsse gelangen und so großen ökologischen Schaden anrichten.


Experten warnten bereits im Jahr 2013 davor, dass eine Flutungen alter Stollen eine unmittelbare Gefahr für die Trinkwasservorräte im Ruhrgebiet und am Niederrhein darstellt. Über 700.000 Tonnen Sondermüll lagern nach Einschätzung des Biochemikers und Abfallexperten Dr. Harald Friedrich in den Bergwerken der Region. Er nannte den Müll dabei das „Giftigste vom Giftigten“.


Bis Ende 2018 will die RAG den dortigen Steinkohlebergbau endgültig einstellen. Es werden schon heute immer mehr Stollen stillgelegt. In vielen Gebieten ist die Flutung daher bereits in vollem Gang. Umweltexperten betitelten die Maßnahme als „tickende ökologische Zeitbombe“.

Add comment