Brasilien: Zweitniedrigste Abholzungsquote seit 1988

Eine gute Nachricht erreichte uns gestern aus Brasilien. Wie das Nachrichtenmagazin „Focus“ in seiner Onlineausgabe berichtete, konnte das Land am Zuckerhut einen Rückgang der Abholzungsquote des Regenwaldgebiets am Amazonas vermelden. Das geht aus Satellitenbildern hervor, die das Institut für Raumfahrtsforschung (INPE) ausgewertet hatte. Demnach seien zwischen 2013 und 2014 ungefähr 4848 Quadratkilometer Regenwald gerodet worden. Das seien 18 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2012-2013 und somit die zweitniedrigste Quote seit Beginn der Messungen 1988.

Dennoch sind Umweltschützer nach wie vor besorgt. Der WWF-Brasilien-Referent Roberto Madonado bezeichnete die Gesamtsituation in Brasilien als „dramatisch“. Vor allem durch den Einfluss der dortigen mächtigen Agrarlobby drohe die „grüne Lunge des Planeten“ auch zukünftig nicht vor den Kettensägen verschont zu bleiben. Er warnte davor, dass die fortgesetzte Zerstörung des Regenwalds langfristig drastische Folgen für Umwelt, Klima und Wirtschaft nach sich ziehen würde.

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