Sieben Wochen ohne Plastik

Plastikfasten
Beim Plastikfasten auch auf Mikroplastik achten © Stephan Glinka / BUND

Bereits seit einigen Jahren werden pünktlich zum Beginn der Fastenzeit Empfehlungen ausgesprochen, auf was genau man denn in den Tagen bis zum Ostersonntag verzichten soll. Der BUND beispielsweise ruft seit gestern zum Plastikfasten auf. Angesichts der rund zwölf Millionen Tonnen Plastik, die im Jahr in Deutschland verbraucht werden, sollten die Verbraucher in den kommenden sieben Wochen so weit wie möglich auf Plastik verzichten.

„Der viel zu hohe Verbrauch an Plastiktüten, Plastikverpackungen oder Plastikspielzeug ist leider alltäglich geworden“, erklärt der BUND-Abfallexperte Rolf Buschmann. „Von rund zwölf Millionen Tonnen Plastik landen sechs Millionen Tonnen pro Jahr im Müll. Dies stellt eine enorme Verschwendung von Ressourcen und eine schwere Umweltbelastung dar. Seit den neunziger Jahren hat sich die Menge an Plastikmüll hierzulande verdoppelt. Nicht einmal die Hälfte des anfallenden Plastikmülls wird recycelt, das meiste wird mit dem Restmüll verbrannt.“

Besonders die Meeresflora und –Fauna hat unter dem Plastikmüll zu leiden. Plastikstrudel, Plastikreste und winzige Plastikteilchen werden  ihnen zum Verhängnis, da sie mit ihnen strangulieren oder sie mit Nahrung verwechseln und so verhungern.

„Verbraucherinnen und Verbraucher können relativ einfach zur Reduzierung von Plastikmüll beitragen“, erläutert Buschmann den Aufruf zum Plastikfasten. „Ein Anfang ist der Verzicht auf Plastiktüten. Hiervon werden in Deutschland jährlich 3,6 Milliarden verwendet. Die einzelne Tüte wird im Schnitt nur 25 Minuten benutzt und landet dann im Müll.“

Auf der Seite des BUND finden sich neben den Verzicht auf Plastiktüten noch andere Tipps zum Plastikfasten, die für Verbraucher Hilfreich sein könnten:

Plastiktüten vermeiden

Stoff statt Plastik: Statt einer Plastiktüte einfach einen Stoffbeutel für den Einkauf nehmen. Sie passen Problemlos in den Rucksack oder die Tasche und können meist für Jahre genutzt werden. Auch bei dem Obst- und Gemüsekauf sollte auf die Extra-Plastiktüte verzichtet werden.

Plastikverpackungen im Laden lassen

Sollten man nicht um die Plastikverpackungen rumkommen, kann man diese einfach im Laden lassen. Der Handel muss hierfür entsprechende Sammelboxen zur Verfügung stellen. So bleibt die heimische Plastikmülltonne leer und sowohl Handel als auch Hersteller müssen sich dem Problem stellen.

Mehrweg statt Einweg

Wo es geht, z.B. bei Milchprodukten oder Getränken, auf Einwegverpackungen verzichten und stattdessen zu Mehrweg-, sprich Glasbehältern greifen. Beim Neukauf von Produkten darauf achten, dass sie möglichst nicht aus Plastik bestehen.

Kosmetik ohne Mikroplastik

Auf Kosmetikprodukte, die winzige Plastikteilchen (so genanntes Mikroplastik) enthalten, verzichten. Diese werden z.B. in Peelings, Duschgels oder Hautcremes eingesetzt. Um Kosmetika mit Plastikpartikeln zu erkennen und zu vermeiden, hat der BUND einen Einkaufsratgeber mit Mikroplastik-Produkten erstellt.

Weitere Informationen zu dieser Aktion finden Sie hier.

Quellen:
https://www.bund.net/service/presse/pressemitteilungen/detail/news/bund-aktion-plastikfasten-sieben-wochen-ohne-plastik-umweltschaeden-und-ressourcenverschwendung-ve/

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