Mehr Wohlstand mit weniger Ressourcen

Um die UN-Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, muss die Weltgemeinschaft weniger Ressourcen verbrauchen.
Um die UN-Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, muss die Weltgemeinschaft weniger Ressourcen verbrauchen.

Der Wohlstand und die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft fußt auf der Nutzung natürlicher Ressourcen. Das nicht nachhaltige Wachstum führender Industrieländer hat jedoch Grenzen: Denn natürliche Ressourcen sind vergänglich. Mit dieser Tatsache setzten sich diese Woche auch Vertreter der G20-Staaten in Argentinien auseinander. Staatssekretär Jochen Flasbarth eröffnete am Montag gemeinsam mit Argentiniens Umweltminister Bergman die Konferenz in Puerto Iguazú. Das Ziel der Konferenz war es, Maßnahmen für mehr globalen Wohlstand trotz oder wegen der Nutzung von weniger Ressourcen in den führenden Industrie- und Schwellenländern zu finden.

Die Konferenz in Puerto Iguazú leitet den jährlich tagenden G20-Ressourcendialog ein. Dieser wurde im Juli vergangenen Jahres auf dem G20-Gipfel in Hamburg beschlossen, um die globale Zusammenarbeit zu vertiefen. Die erste Konferenz fand im November 2017 in Berlin statt. An dem Treffen waren neben Regierungsvertretern der G20-Staaten auch Vertreter von Internationalen Organisationen, der Wirtschaft, Wissenschaft und der Zivilgesellschaft beteiligt. Der diesjährige Ressourcendialog tagte im Vorfeld einer Arbeitsgruppe der führenden Industrie- und Schwellenländer zum Klimaschutz am 28. und 29. August.

„Wenn wir unseren Ressourcenverbrauch in den Industriestaaten senken, wird es uns auch leichter fallen, beim Klimaschutz voranzukommen. Wir brauchen Wohlstand, der mit weniger Ressourcen auskommt. Der Weltressourcenrat hat gezeigt, dass wir davon auch wirtschaftlich profitieren können, denn Ressourceneffizienz ist ein Motor für Innovationen und neue Arbeitsplätze“, so Staatssekretär Jochen Flasbarth.

 

UN-Nachhaltigkeitsziele nur mit weniger Ressourcen erreichbar

Die G20 wollen bei der Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 enger zusammenarbeiten. Die Agenda 2030 wurde 2015 beschlossen und fixiert erstmals globale Ziele für eine nachhaltige Entwicklung. Der Weltressourcenrat hat darauf hingewiesen, dass zwölf der 17 Nachhaltigkeitsziele nur durch die Nutzung von weniger Ressourcen zu erreichen sind. Der Weltressourcenrat hat berechnet, dass es mit Ressourceneffizienz und Klimaschutz möglich ist, den globalen Rohstoffverbrauch um 28 Prozent und die Treibhausgasemissionen um über 60 Prozent gegenüber 2015 zu senken. Gleichzeitig profitiert auch die Weltwirtschaft von der Nutzung von weniger Ressourcen. Die globale Wirtschaftsleistung würde um rund ein Prozent steigen – mehr Wohlstand wäre die Folge. Sollten jedoch keine Maßnahmen ergriffen werden, dürfte der jährliche Rohstoffverbrauch von derzeit 85 Milliarden Tonnen bis 2050 auf 186 Milliarden Tonnen ansteigen.

Quelle: BMU