Global Landscapes Forum: weniger Probleme durch nachhaltige Landwirtschaft

Auf dem Global Landscapes Forum beraten sich Teilnehemr aus aller Welt über Lösungen zur nachhaltigeren Landwirtschaft
Schlechte Landwirtschaft lässt Böden austrocknen

Die Welt hat zu kämpfen. Mit Klimawandel, Artensterben, Wasserknappheit, Armut und Vielem mehr. Doch all diese Brennpunkte haben gemeinsame Faktoren: Bäume und Böden. Die Zusammenhänge dieser Faktoren mit verschiedensten Globalen Problemen wurden nun auf dem Global Landscapes Forum, der weltweit größten und unabhängigen Aktionsplattform für den Landnutzungssektor und Wälder, diskutiert. Rund 1000 Teilnehmern verschiedener Sektoren kamen in Bonn zusammen, um gemeinsam nachhaltige Lösungen zu suchen, die durch wirtschaftliche Abholzung beeinflusst werden.

Die Abholzung unserer Wälder hat viele Folgen, die auf den ersten Blick nur wenige erkennen. Zum einen hat dies einen großen Einfluss auf unser Klima, da somit immer weniger CO2 von den Bäumen gebunden werden kann. Zum anderen leidet die Biodiversität, da viele Arten mit den Bäumen ihren Lebensraum verlieren. Eine weitere Folge bildet die Wasserknappheit. Ohne Bäume kann der Boden das Wasser immer weniger aufnehmen, das die Menschen zum Leben brauchen. Des Weiteren haben kleinere Wälder Einfluss auf das Mikroklima und der Regen bleibt häufiger aus. Zusammen mit schlechter Landnutzung hat dies schließlich zur Folge, dass unter anderem Bauern in Afrika ihr Ackerland nicht mehr bewirtschaften können und somit ihr Familien nicht mehr ernähren können.

Globale Wirtschaftsweise ist nicht nachhaltig

„Waldzerstörung und Landnutzungsänderungen tragen etwa zwölf Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen bei“, so Karin Kemper von der Weltbank. Durch Abholzung, degradierte Böden und Trockenheit entstehen enorme Kosten für die Menschen vor Ort, die Länder und die Welt.  So kommt es in Extremfällen wie in Indonesien zu einem Schaden von 16 Milliarden Dollar nach Torfbränden im Jahr 2015. In Burundi machen die Kosten der Landdegradierung beispielsweise vier Prozent der BIP aus. „Die Degradierung von Wald und Land hat einen hohen Preis, und wir müssen uns dringend mit diesen Fragen befassen.“

Großes Potenzial des Global Landscapes Forum

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller sehen im Global Landscapes Forum eine gute Möglichkeit, um gemeinsam Lösungsansätze für die Probleme der verschiedenen Sektoren zu finden. „Wer den Zustand von Wäldern und Böden verbessert, bekämpft damit gleichzeitig den Klimawandel und den Verlust der Biodiversität. Das Global Landscapes Forum hilft uns dabei, voneinander zu lernen und miteinander umzusetzen“, so Hendricks. Müller sagt zu diesem Treffen: „Wir brauchen zukunftsfähige ländliche Räume, in denen eine intakte Natur langfristig Überlebensperspektiven bietet und die Menschen gleichzeitig Beschäftigung und Einkommen finden. Solche Lösungsansätze müssen wir stärker diskutieren – das Global Landscapes Forum bringt die richtigen Experten dazu zusammen.“

Als wichtigstes Werkzeug zur Bekämpfung dieser Probleme gelten hierbei Bildung, Aufklärung und nachhaltige Landwirtschaft. Durch neue Jobs könnte nachhaltiger Wohlstand geschaffen werden, der unsere derzeitige Wirtschaftsweise beendet. Um diese Ziele zu erreichen, unterstützen beispielsweise das Umwelt- und das Entwicklungsministerium das Global Landscape Forum mit jeweils 5,5 Milionen Euro.

Quellen: BMUB, DW

Über das CleanEnergy Project

Das CleanEnergy Project ist ein non-profit Online-Magazin für alle Menschen auf der Suche nach mehr Nachhaltigkeit.

Das Team von CleanEnergy Project will Gestalter und nicht nur Zuschauer unserer Zeit sein.

Wir heißen alle willkommen, die sich uns als Autoren unserer Zeit anschließen möchten und bieten dafür unsere Plattform, das CleanEnergy Project.