Die Zukunft der Strohhalme

Plastik-Strohhalme
Regierungen, Initiativen und Unternehmen gehen gegen Plastik-Strohhalme vor

Eines steht fest: Strohhalme, so wie wir sie kennen, sehen an vielen Orten dieser Welt ihrem Ende entgegen. Zu groß ist die Verschmutzung und Gefährdung der Umwelt. So groß nämlich, dass in Großbritannien seit April sogar über ein explizites gesetzliches Verbot der Trinkhalme aus Kunststoff diskutiert wird. Die EU-Kommission zog mit einem Plan zum Verbot von Einwegprodukten aus Plastik nach. Seattle hat ein Verbot von Plastik-Strohalmen bereits umgesetzt. Nun kündigen auch immer mehr Food- & Beverage-Unternehmen an, Einwegtrinkhalme aus Plastik abzuschaffen, wenn auch zum Teil nur für bestimmte Regionen.

Eines der großen Unternehmen, das mit als erstes ankündigte, auf eine Alternative umsteigen zu wollen, war McDonalds. Die Fastfood-Kette plant zumindest für Großbritannien nur noch Strohhalme aus Papier anzubieten. Diese Idee kam jedoch nicht einfach vom Unternehmen selbst. Zum einen ist es eine Reaktion auf das geplante Gesetz der britischen Regierung. Zum anderen forderten rund eine halbe Million Menschen den Konzern in einer Petition dazu auf, die Plastikhalme durch eine recycelte und umweltfreundlichere Alternative zu ersetzen.

Ebenfalls auf dem Anti-Plastik-Strohhalm-Pfad befinden sich Café-Kette Starbucks und Cocktailanbieter SAUSALITOS. Starbucks kündigte an, bis 2020 in all seinen Filialen die Strohhalme durch ebensolche aus alternativen Materialien sowie speziellen Deckeln zu ersetzen. SAUSALITOS wiederum greift zu einer etwas außergewöhnlichen Alternative. Dort darf man künftig seinen Cocktail durch Makkaroni schlürfen. Der „Nudeltrinkhalm“ soll die Gäste unter anderem auch zum Nachahmen anregen.

Die alternativen Strohhalme

Der Strohhalm ist für manch einen zur Gewohnheit geworden – ob nun aus hygienischen Gründen oder wegen des „Trinkgefühls“. Ganz ohne wird es also auch in Zukunft gehen. Umso interessanter ist der Blick auf die verschiedenen Alternativen, die es im Bereich der Strohhalme bereits gibt:

  1. Strohhalme aus Papier
    Halme aus recycelbarem Papier sind weniger bedenklich für Umwelt und Gesundheit und sehen dabei oft genauso bunt aus wie die Plastikvariante.
  1. Strohhalme aus Edelstahl
    Edelstahl ist rostfrei und besonders bruchfest. Es eignet sich deshalb ideal für Mehrweg-Strohhalme aus Metall. Für eine gründliche Reinigung empfehlen sich Bürstchen.
  1. Strohhalme aus Bambus
    Bambus ist ein natürlicher, schnell nachwachsender Rohstoff, wirkt antibakteriell und muss kaum bearbeitet werden, da die Halme der Pflanze von Natur aus innen hohl sind. Allerdings ist es auch nicht geschmacksneutral.
  1. Strohhalme aus Glas
    Glas ist im Gegensatz zu vielen anderen Materialien absolut geschmacksneutral und lässt sich besonders gut reinigen. Im Handel gibt es inzwischen eine ganze Reihe von Anbietern für bruchsichere Glasstrohhalme.
  1. Strohhalme aus Silikon
    Silikon-Strohhalme sind weich und biegsam. Das kann etwas gewöhnungsbedürftig, für Kinder jedoch von Vorteil sein. Die Reinigung ist mitunter etwas schwierig, weil Silikon sich statisch aufladen kann und deshalb Staub anzieht. Zudem kann das Silikon BPA enthalten.
  1. Wiederverwendbare Plastik-Strohhalme
    Ökologisch ist der wiederverwendbare Plastik-Trinkhalm dem Einweg-Produkt natürlich vorzuziehen. Trotzdem bleibt es Plastik und ist daher nicht unbedenklich.
  1. Makkaroni als essbare Strohhalm-Alternative
    Die Makkaroni ist optisch vielleicht nicht die ansprechendste Alternative, jedoch sicher eine der schonendsten für die Umwelt. Gegebenenfalls kann sie einfach weggeknabbert werden.

Vielleicht kehren wir auch irgendwann auch zum Ursprung des Wortes zurück: zum Halm aus Stroh.
Welche Alternative für einen selbst die passende, muss jeder für sich austesten. Vielleicht bei einem leckeren Smoothie oder Eiskaffee?

Quellen:

nachhaltig-sein.info

www.smarticular.net

WAZ

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