Bonn Challenge: Deutschland unterstützt Zentralamerikas Renaturierung

Im Zuge der Renaturierung im Rahmen der Bonn Challenge will Zentralamerika über 16 Millionen Hektar Waldfläche wiederherstellen.
Zentralamerika will 2020 über 16 Millionen Hektar Waldfläche wiederherstellen.

Bereits vergangene Woche hat Deutschland seinen Erdüberlastungstag für 2018 erreicht. Ein großer Faktor des globalen Erdüberlastungstages ist die massive Abholzung der Wälder. Um dies rückgängig zu machen, sollen im Rahmen der Bonn Challenge großflächig Waldflächen auf der ganzen Welt renaturiert werden. Anlässlich der vierten Konferenz für die Region Zentralamerika, unterstützt Deutschland die Region bei der Renaturierung ihrer Wälder. Und auch die EU könnte ein neuer Unterstützer der Region werden. 

2011 startet auf einem Ministertreffen in Bonn die Initiative Bonn Challenge. Ziel des globalen Projektes ist entwaldete und erodierte Flächen wiederherzustellen und neu zu bepflanzen. So sollen bis zum Jahr 2020 insgesamt 150 Millionen Hektar und bis 2030 mindestens 350 Millionen Hektar renaturiert werden. Nun findet die vierte südamerikanische Bonn Challenge-Konferenz in Guatemala-Stadt statt. Die Länder Zentralamerikas haben bereits zugesagt, bis zum Jahr 2020 mehr als 16 Millionen Hektar Waldflächen wieder neu herzustellen. In Lateinamerika wurden sogar 56 Millionen Hektar Wälder und Waldlandschaften zugesagt.

Immer mehr Menschen von der Landdegradierung betroffen

Wie nötig eine solche Renaturierung ist, zeigt, dass weltweit 3,2 Milliarden Menschen von der Landdegradierung betroffen sind. Denn die immer schlechter werdende Landschaftsqualität, die sinkende Leistungsfähigkeit der Natur und die stärker bedrohte Biodiversität werden zu immer größeren Problem und lösen kann dies nur der Wiederaufbau von Waldlandschaften. Umweltsekretär Jochen Flasbarth, der auch an der Konferenz in Guatemala-Stadt teilnimmt, bringt es auf den Punkt.

„Einem Jahrhundert weltweiter, zügelloser Entwaldung, müssen wir jetzt ein Jahrhundert des Waldschutzes und des Wiederaufbaus von Wäldern folgen lassen.“

Unterstützung für die Renaturierung

Natürlich ist eine Renaturierung in dieser Größenordnung nicht billig. Deshalb unterstützt Deutschland Zentralamerika beim Wiederaufbau seiner Waldflächen. Nun könnte auch die EU zu einem weiteren Unterstützer werden. „Wir befinden uns dazu in den letzten Abstimmungen zu einer Unterstützung in Höhe von 20 Millionen Euro“, so Flasbarth. Denn „die Wiederherstellung von Wäldern und Waldlandschaften ist nicht nur ökologisch notwendig, sondern auch ökonomisch sinnvoll.“ Tut man nämlich gar nichts, kostet dies dreimal so viel, wie es die Wiederherstellung der Waldflächen kosten wird. Gleichzeitig wird der Nutzen der renaturierten Waldflächen die Kosten der Wiederherstellung in zehnfacher Menge wieder ausgleichen.

 

Quelle: BUMB

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