Warnung an die Menschheit

Warnung an die Menschheit: Für unser Klima müssen wir einiges ändern.
Wasserknappheit ist eines der Probleme unserer Zukunft.

Das Klima verändert sich. Immer weiter, immer schneller. Bereits 1992 veröffentlichten dazu einige Wissenschaftler ihre „Warnung an die Menschheit“. Darin kritisierten sie unser Verhalten und zählten die neun drängendsten Probleme auf, die unserer Umwelt und unserem Klima schaden. Damals fanden sich rund 1700 Wissenschaftler, die diese Warnung unterzeichneten. Jetzt, 25 Jahre später, veröffentlichten sie eine zweite Warnung: World Scientists´ Warning to Humanity: A Second Notice.

Menschheit scheitert an den richtigen Schritten

In ihrer zweiten Warnung an die Menschheit bezeichnen die Wissenschaftler es als alarmierend, dass vieles seit ihrer ersten Veröffentlichung nicht besser, sondern eher noch schlechter geworden ist. Laut ihnen scheitert die Menschheit daran, die richtigen Schritte gegen den Klimawandel zu unternehmen. Dabei stützten sie sich auf Daten von Behörden, Organisationen und Forschungen. In dem offenen Brief, den dieses Mal über 15.000 Wissenschaftler aus über 180 Ländern unterzeichneten, greifen sie erneut die größten Probleme auf.

Menschengemachte Probleme

Eines dieser Probleme ist das Bevölkerungswachstum. Denn mit derzeitiger Entwicklung werden bis 2100 9,6 bis 12,3 Milliarden Menschen unseren Planeten bewohnen. Direkt daran gekoppelt ist die Trinkwasserknappheit. Seit ihrem ersten Brief 1992 ist die Menge an verfügbaren Trinkwasser pro Kopf bereits um ein Viertel gesunken.

Weitere Probleme sind Dünger, Erdöl Abholzung von Wäldern, die alle drei zum nächsten Problem, der bedrohten Artenvielfalt, führen. Durch die Mengen an Dünger und Erdöl gibt es in den Ozeanen inzwischen 75 Prozent mehr Todeszonen durch Sauerstoffarmut im Ozean. Dadurch – und natürlich auch durch die Überfischung – sind immer mehr Beständen vieler Fischarten bedroht. Die Abholzung von Wäldern bedroht weitere Lebewesen, da sie Lebensraum für viele verschiedene Arten sind. In dem Zeitraum von 1990 bis 2005 wurden mehr als 12 Millionen Hektar Wald zerstört. Seit 1992 ist die Zahl der Säugetiere, Reptilien, Amphibien, Vögel und Fische durch diese Verhalten um 29 Prozent gesunken.

Doch die Abholzung betrifft nicht nur unsere Artenvielfalt. Die Wälder sind außerdem auch sehr wichtig für den Wasserhaushalt und dienen als CO2-Speicher. Dies ist vor allem deswegen Relevant, da der CO2-Ausstoß durch den Menschen weltweit um 62 Prozent gewachsen ist. Besserung ist zwar noch nicht in Sicht, aber zu erahnen: zwar sind nach wie vor vor allem tropische Wälder betroffen, dafür hat das Tempo der Abholzung in den letzten Jahren abgenommen.

Nicht alles hat sich zum Schlechteren entwickelt

Doch es gibt auch positive Ergebnisse. Seit dem ersten Brief hat sich in den Bereichen Chemie und Ozon etwas verbessert. Vielerorts verzichtet man inzwischen auf ozonschädliche Chemikalien. Außerdem gewinnen die Erneuerbaren Energien immer mehr an Bedeutung.

Quelle: Die Welt