NDC-Partnerschaft: Unterstützung von Entwicklungsländern geht weiter

NDC-Partnerschaft: Fidschi und andere Entwicklungsländer im Pazifik können mit Unterstützung rechnen.
Auf Fidschi wird die NDC-Partnership-Plattform für den Pazifik entstehen.

Im Rahmen der Weltklimakonferenz hat die weltweite NDC-Partnerschaft (Nationally Determined Contributions) ihr einjähriges Bestehen gefeiert. Dabei verkündeten auch die asiatische und die karibische Entwicklungsbank ihren Beitritt. Außerdem wurde eine regionale Plattform angekündigt, die bei der Umsetzung der NDC-Partnerschaft im Pazifik helfen soll. Mit NDC sind die nationalen Bestrebungen zur Anpassung an den Klimawandel beschrieben. Die NDC-Partnerschaft unterstützt Entwicklungsländer bei der Umsetzung der Pariser Klimaziele. Außerdem werden die Entwicklungsländer bei der Anpassung an Folgen des Klimawandels unterstützt.

Die Initiative zur Unterstützung kleiner Inselstaaten im Pazifik hat für die NDC-Partnerschaft hohe Priorität. Sie ist die Antwort auf Forderungen im Rahmen der CAPP-Konferenz im Juli, zu der die kleinen Inselentwicklungsländer zusammenkamen. Der angekündigte Regional Pacific NDC Hub hat seinen Sitz in Suva auf Fidschi, Präsidentschaftsland der diesjährigen Weltklimakonferenz.

NDC-Partnerschaft unterstützt Entwicklungsländer

Die Plattform soll finanzielle Strukturen, Wissen und Technologien bereitstellen. Außerdem werden die Anstrengungen der kleinen Pazifikstaaten, mit der Anpassung an die Folgen des Klimawandels umzugehen, unterstützt.

„Am meisten haben die unter dem Klimawandel zu leiden, die sich am wenigsten wehren können. Deshalb unterstützen wir ganz besonders Entwicklungsländer, wenn es um den Kampf gegen den Klimawandel geht – zum Beispiel mit maßgeschneiderten Klima-Lösungen für jedes einzelne Land“, äußerte sich dazu Bundesentwicklungsminister Gerd Müller.

Das Entwicklungsministerium stellt 31 Millionen Euro bereit. Das Geld soll für kurzfristige Unterstützung zur Verfügung stehen. Im Rahmen der NDC-Partnerschaft können die Weltbank, das UN-Entwicklungsprogramm, die deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit und das Sekretariat der Partnerschaft darüber verfügen. Außerdem leistet das Entwicklungsministerium die sogenannte Anschubfinanzierung für den NDC Hub im Pazifik.

Was bringt die NDC-Partnerschaft?

Die NDC-Partnerschaft wurde vergangenes Jahr bei der 22. Weltklimakonferenz in Marrakesch gegründet. Industrieländer und Institutionen unterstützen die Entwicklungsländer dabei, ihre Beiträge zur Klimaanpassung zu erreichen und mit ihren nationalen Entwicklungszielen zu kombinieren. Inzwischen hat sich die Anzahl der Mitglieder von 41 auf 77 fast verdoppelt. Darunter befinden sich 48 Entwicklungsländer und 16 Industrieländer sowie 13 internationale Organisationen. Deutschland richtet seine gesamte Klimafinanzierung – 2016 allein 3,4 Milliarden Euro – an den nationalen Klimaplänen der Partnerländer aus. Dies hilft den Partnerländern, ihre selbst gesteckten Klimaschutzziele bei Minderung und Anpassung an den Klimawandel zu erreichen.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: „Die Umsetzung nationaler Klimaschutzprogramme fordert alle Staaten heraus. Umso wichtiger ist es, dass wir uns gegenseitig unterstützen und uns eng darüber austauschen, was wir jeweils tun und wie wir unsere Ambitionen steigern können. Das Klimaschutzproblem lässt sich schließlich nur multilateral lösen. Das prägt den Geist der NDC-Partnerschaft.“

Quelle: BMUB