Protest gegen Erdölförderung auf Usedom

Vereinigung der Initiativen gegen unkontrollierte Erdgassuche und Hydraulic

Am Ostermontag haben in Zinnowitz auf der Halbinsel Usedom etwa 500 Menschen gegen die geplante Erdölförderung an der Ostsee protestiert. Dort will das Erdölförderunternehmen Central European Petroleum (CEP) mit der umstrittenen Frackingtechnologie nach Erdöl bohren. Für den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft wäre das ein Desaster.

Das mecklenburgische Landes-Bergamt hatte bereits eine Testförderung im Saaler Bodden bei Barth in der Nähe der Halbinsel Darß genehmigt. CEP darf in 2.700 Metern Tiefe eine Zechsteinkarbonat-Schicht anbohren. Das deutsch-kanadische Erdölunternehmen vermutet hier etwa 250 Millionen Barrel Erdöl.

Schon jetzt bohrt CEP in der Usedomer Boddenlandschaft bei Lütow sowie östlich davon bei Pudagla und im südlichen Brandenburg.

Es wird davon ausgegangen, dass CEP bei der Förderung die umstrittene Fracking-Methode anwenden will. Das Unternehmen dementiert dies und erklärt, dass die eingesetzten Chemikalien nicht wassergefährdend seien und dass man eine seit Jahrzehnten bewährte Methode praktiziere, die mit dem Fracking in den USA nicht vergleichbar sei.

Gegner sind jedoch der Ansicht, dass CEP eine Horizontalbohrtechnik und Chemikalieneinsatz kombiniere, was für die Umwelt nachhaltig schädliche Folgen habe. Der Boden wird dabei vollflächig aufgerissen und gebrochen und es besteht die Gefahr der Grundwasserkontaminierung. Der Kreisverband der Grünen hat gefordert, keine Genehmigung für das Verfahren zu erteilen und die genehmigte Testbohrung einzustellen.

 

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