Öl-Lobby macht Zugeständnis zum Klimawandel

Öl-Lobby: Klimawandel bedroht die Menschheit

Die Zeichen dafür, dass der Klimawandel und damit die globale Erwärmung in vollem Gange ist, können mittlerweile selbst die größten Skeptiker kaum noch von der Hand weisen. Institute zur Wetterüberwachung auf der ganzen Welt sind sich einig: 2014 war das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor rund 130 Jahren. Selbst im Land der unbegrenzten Möglichkeiten scheinen die Zeiten vorbei, in denen die Meinung vieler Wissenschaftler zur globalen Erwärmung noch als übertriebenes Geschwätz abgetan wird. Lange wurden die steigenden Durchschnittstemperaturen als normale Temperaturschwankungen, die über die Jahrhunderte nun mal auftreten, betrachtet.

Dass nun sogar das „American Petroleum Institute“ zugibt, dass der Klimawandel existiert und eine Gefahr darstellt, zeigt deutlich: Die globale Erwärmung ist zum derart großen Problem geworden, dass selbst die mächtigste Öl-Lobby der USA dies nicht mehr abstreiten kann. Dennoch gibt es Anlass zur Hoffnung. Denn der erste Schritt zur Lösung eines Problems ist es, zu erkennen und zu akzeptieren, dass dieses überhaupt existiert. Dies scheint in den USA momentan zu geschehen. Die Thematik rückt mehr und mehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit und auch in den Fokus von Politik und Regierung. Amerika scheint aus der kollektiven Lähmung zu erwachen. Und das keinesfalls zu unrecht. Denn klar ist: Der Klimawandel ist eine der größten Bedrohungen überhaupt für die Zukunft aller Lebewesen auf der Erde.

Der jährliche „State of American Energy Report“ des American Petroleum Institute, fasst jetzt zusammen, was viele Experten in den USA seit Jahren proklamieren: „Nur wenige Dinge bedrohen das zukünftige Wohlergehen Amerikas mehr als der Klimawandel“. Dennoch gäbe es Zeichen der Hoffnung, schreiben die Autoren des Reports. Vor allem die rasant wachsende Solarindustrie in den USA könnte künftig den Grundstein für eine saubere, nachhaltige Energieversorgung des Landes bilden. Denn allein im vergangenen Jahr sei der Markt für Solaranlagen in den USA um 40 Prozent gewachsen. Die Solarindustrie könne „das Spiel“ entscheidend verändern, so das Fazit des Reports.

Obwohl viele Öl-Lobbyisten und Anbieter fossiler Energieträger noch immer mit allen Mitteln versuchen, den Ausbau der erneuerbaren Energien in den USA zu verlangsamen, Gesetze gegen Luftverschmutzung zu verhindern und Zweifel gegenüber der Existenz und den Auswirkungen des Klimawandels zu säen, wurde nun ein gewaltiger Schritt in die richtige Richtung gemacht. Denn mit dem American Petroleum Institute hat die größte und mächtigste Öl-Lobby zweifellos anerkannt, dass der Klimawandel existiert. Mehr noch: dass er eine Bedrohung für die Nation darstellt und dass Technologien für saubere Energieerzeugung eine Lösung für dieses gewaltige Problem sein können.

1 Kommentar

  • US Öl-Lobby erkennt die Gefahren des Klimawandels? Fracking Boom in den USA, in den Keller sackende Erdölpreise, Detroit und der neue Chevrolet Volt. Wir leben in einer Zeit der Widersprüche.