Klimawandel in Süddeutschland macht sich bemerkbar

Klimawandel Süddeutschland
Klimawandel Süddeutschland

Der Monitoring Bericht von Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Bayern macht deutlich: Auch in Zukunft müssen wir mit Extremwetterereignissen rechnen, denn der Klimawandel schreitet im Süden Deutschlands deutlich voran.

Dem aktuellen Klimamonitoringbericht zufolge stiegen in Süddeutschland die Temperaturen zwischen 1931 und 2015 bereits um etwa 1,3 Grad Celsius. Seit 2001 lagen insgesamt 14 von 15 Jahren in Süddeutschland, wie auch im gesamten Bundesgebiet, über dem langjährigen Mittel des Zeitraums von 1961 bis 1990. Seit 2001 waren 14 von 15 Jahren in Süddeutschland damit zu warm. Zudem lässt sich für fast alle Monate eine Zunahme der mittleren Lufttemperatur nachweisen, mit besonderer Ausprägung im Dezember, Januar, März und August.

Die Klimaveränderungen lassen sich jedoch nicht nur anhand des Temperaturwechsels nachweisen, auch der Wasserkreislauf wird beeinflusst. So kommt es im Winterhalbjahr vermehrt zu Niederschlägen, die zu steigenden Hochwasserabflüssen führen. Daneben sind die Sommermonate von steigenden Temperaturen und Trockenperioden gekennzeichnet. Das zieht längere Perioden von Niedrigwasser der Oberflächengewässer und im Grundwasser nach sich. Bereits seit 1974 kann eine Abnahme der sogenannten Niedrigwasserabflüsse festgestellt werden. Im Deutschlandmittel fielen im Jahr 2015 etwa 10 Prozent zu wenig Niederschlag, in den am Monitoringbericht beteiligten Bundesländern betrug das Niederschlagsdefizit im Durchschnitt etwa 23 Prozent im Vergleich zur Referenzperiode 1961 bis 1990. Die Folge sind regional geringere Wasservorräte in den Sommermonaten.

Mit dem aktuellen Klimamonitoringbericht 2016 im Rahmen der KLIWA –Kooperation (Klimaveränderung und Wasserwirtschaft) der Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz werden Veränderungen des regionalen Klimas und des Wasserhaushalts bis zum Jahre 2015 dokumentiert und bewertet. Darüber hinaus stellt der Bericht erstmalig auffällige und extreme Ereignisse des Zeitraums 2011 bis 2015 und das Langzeitverhalten der mittleren Abflüsse dar. Die Untersuchungen sind die Fortführung der in KLIWA durchgeführten Langzeituntersuchungen und beschreiben wesentliche Ergebnisse unter Berücksichtigung der Veränderungen in den letzten 15 Jahren auf Basis der Daten des Deutschen Wetterdienstes und Abflussbeobachtungen der beteiligten Bundesländer.

Auf Grund der erwartenden Zunahme von Extremwetterereignissen, die mit dem Klimawandel einhergehen, gewinnt die Entwicklung einer Anpassungsstrategie immer mehr an Bedeutung. Besonders Maßnahmen im Bereich des Hochwasserschutzes und des Niedrigwasser- und Starkregenmanagements zu verbessern, gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Der Bericht macht die enormen Herausforderungen mit denen der Klimawandel verbunden ist, deutlich. Hinsichtlich der Extremwetterereignisse wie das Jahrhunderthochwasser 2013, der trockene Sommer 2015 und die Starkregenereignisse 2016 sind entsprechende Anpassungsmaßnahmen notwendig. 

Add comment