Kann der Klimawandel doch noch besiegt werden?

Die Zeichen darauf, dass der Klimawandel vielleicht doch noch aufgehalten werden kann, haben zuletzt zugenommen.
Die Zeichen darauf, dass der Klimawandel vielleicht doch noch aufgehalten werden kann, haben zuletzt zugenommen.

Die von Papst Franziskus veröffentlichte Enzyklika zum Umweltschutz hat am Wochenende tausende Menschen in Rom auf die Straßen gebracht, um dort für die Rettung unseres Planeten vor dem Klimawandel und der fortschreitenden Umweltzerstörung zu demonstrieren. Die Enzyklika und das Interesse daran zeigen, dass das Thema globale Erwärmung angekommen ist. Es lässt Hoffnung aufkeimen, dass die Menschheit sich vielleicht doch noch retten kann. Können wir den Kampf gegen den Klimawandel noch gewinnen? Einige Anzeichen der letzten Wochen lassen darauf schließen, dass nun endlich gehandelt wird. 

US-Präsident Barack Obama, Bundeskanzlerin Angela Merkel und nun Papst Franziskus. Die Mächtigen der Welt räumen dem Thema globale Erwärmung endlich Priorität ein und propagieren sofortigen Handlungsbedarf. Vor einigen Jahren wäre es noch undenkbar gewesen, dass die G7-Nationen von einer Dekarbonisierung der Weltwirtschaft sprechen oder, dass ein amerikanischer Präsident den Klimawandel als die größte Bedrohung der heutigen Zeit bezeichnet. 

Auch die päpstlichen Enzyklika drehten sich in der Vergangenheit eher um Themen wie den Weltfrieden, Kriege oder Politik. Dass ein Papst eines seiner Rundschreiben völlig auf die Themen Umwelt- und vor allem Klimaschutz ausrichtet, zeigt: Der Klimawandel ist im Bewusstsein angekommen. Das Motto „Safe our Ship“ wird nicht mehr nur von Studenten und Umweltschützern vertreten. 

In seiner Enzyklika Laudato Si (Gelobet seist du) kritisiert Franziskus die Staatsoberhäupter, bislang zu wenig unternommen zu haben, um dem Klimawandel entgegenzutreten und fordert die Nationen zu sofortiger Handlung auf. Viele Umwelt- und Klimaschützer reagierten mit Begeisterung auf Franziskus Aufruf und hoffen nun, dass der Papst auch im Hinblick auf die Weltklimakonferenz im Dezember in Paris ein Zeichen gesetzt hat. Auch innerhalb der Bevölkerung hat das Rundschreiben des Papstes weltweit Zustimmung erhalten. So gingen am Wochenende tausende Menschen in Rom auf die Straße und demonstrierten für mehr Klima- und Umweltschutz und gegen die zunehmende Weltarmut.

Die Hoffnungszeichen auf Klimaschutz mehren sich

Die USA, lange Zeit Klimasünder Nummer Eins und über Jahrzehnte zu keinerlei Zugeständnissen bezüglich der Ausbeutung und Verstromung fossiler Ressourcen bereit, haben mit Barack Obama endlich einen Präsidenten, der begriffen zu haben scheint, was für eine Gefahr vom Klimawandel für alle Lebewesen auf dem Planeten ausgeht. Medienberichten zufolge war es neben Merkel vor allem Obama, der beim G7-Gipfel die übrigen Nationen zu der Einigung auf die Dekarbonisierung der Energiewirtschaft noch in diesem Jahrhundert bewegte.

  • Das könnte Sie auch interessieren:
  • Päpstliche Enzyklika zum Umweltschutz durchgesickert
  • Globales Massensterben: Sterben die Tiere wegen uns?
  • G7-Gipfel: Erfolg im Kampf gegen den Klimawandel?

Auch die Geschehnisse im Land der Mitte geben Klimaschützern Grund zur Hoffnung. China gilt bislang als der größte Verursacher von Treibhausgasen der Welt. Doch 2014 sanken dort die CO2- Emissionen um acht Prozent, trotz deutlichem Wirtschaftswachstum. Zu verdanken hat das Land diese Entwicklung vor allem einer Verringerung der Kohleverstromung und dem verstärkten Ausbau der Erneuerbaren.

Außerdem waren die UN-Klimaverhandlungen, die Mitte Juni in Bonn zu Ende gingen, offenbar erfolgreich. In den nächsten Wochen soll ein brauchbarer Text für die Weltklimakonferenz im Dezember in Paris ausgearbeitet werden. Dort wird sich nach Ansicht der meisten Experten endgültig entscheiden, ob der Kampf gegen die globale Erwärmung noch erfolgreich sein kann.

1 Kommentar

  • Glaubt der Papst wirklich allen Ernstes, dass z.B. die globalen Brandkatastrophen das – als Brandlöscher bekannte – CO2 und nicht die „Brenngläser bzw. Brennspiegel am Himmel“, in der Optik der strahlend weißen Kondensstreifen und hohen dünnen Wolken, mit ihrem zusätzlichen Treibhauseffekt, zur Ursache haben? Das gleiche gilt auch für die Hautkrebserkrankungen in Europa und Erblindungen in Afrika, die der Kirche ein besonderes Anliegen sind, sowie die Dürren, Überschwemmungen, Taifune u.dgl.m.