Hitzewellen: zu viel für unsere Ozeane

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Nicht nur bei uns auf dem Land, auch in den Meeren gibt es immer mehr Hitzewellen
Nicht nur bei uns auf dem Land, auch in den Meeren kann es richtig heißt werden.

Sommer, Sonne, Sonnenschein und Temperaturen über 30 Grad – so haben den Sommer viele am liebsten. Doch nicht alle. Manchen Menschen sind diese Hitzewellen einfach zu viel. Ebenso geht es auch unseren Ozeanen. Denn solche Hitzewellen gibt es nicht nur bei uns auf dem Land, sondern auch in den Meeren. Wenn das Wasser zu warm wird, sind dadurch ganze Ökosysteme bedroht. Das Fatale: maritime Hitzewellen werden immer mehr, wie nun eine Studie herausgefunden hat.

Wenn das Meereswasser zu warm wird, hat das gravierende Auswirkungen auf die dortigen Ökosysteme. Korallen und Seetang könne absterben, Fische aus ihrem Lebensraum vertrieben werden und manchmal sterben sogar ganze Populationen. Dass sich die Meere immer wieder erhitzen ist bekannt, denn natürliche Klimaschwankungen wie beispielsweise El Nino führen natürlichweise dazu. Das Neue ist jedoch die Häufigkeit und die Dauer der auftretenden Hitzewellen der Ozeane. Ein Forscherteam um den kanadischen Ozeanografen Eric. C. J. Oliver kam nun in einer Studie zu einem beunruhigendem Ergebnis: „Von 1925 bis 2016 hat sich die Frequenz der marinen Hitzewellen global um 34 Prozent erhöht, die Dauer stieg und 17 Prozent“, so die Wissenschaftler. Tendenz: steigend. „Insgesamt hat dadurch die Zahl der Hitzewellen-Tage in den Weltmeeren um 54 Prozent zugenommen.“

Auslöser der Hitzewellen

Doch warum hat die Intensität der Perioden derart zugenommen? Natürlich sind die natürlichen Klimaschwankungen ein klarer Faktor. Doch als die Forscher alle Phänomene mit in ihre Berechnungen einbezogen hatten, war der Anstieg noch nicht erklärt. Denn auch wenn alle Klimaphänomene zusammen genommen werden, erklärt dies nur ein Drittel des Anstiegs. Doch wie sind die übrigen zwei Drittel zu erklären? Laut den Wissenschaftlern liegt dies eindeutig am Einfluss des Klimawandels und den insgesamt steigenden Meerestemperaturen. Da der Klimawandel immer weiter voranschreitet, erwarten die Wissenschaftler auch in Zukunft eine weitere Zunahme von maritimen Hitzewellen. „Das wird auch Auswirkungen auf die marine Artenvielfalt und auf die Güter und Dienstleistungen haben, die die die Meeresökosysteme uns zur Verfügung stellen“, betonen Oliver und seine Kollegen.

 

Quellen: Spektrum, Wissenschaft