Erste Tierart wegen Klimawandel ausgestorben

Tierart wegen Klimawandel ausgestorben
Klimawandel lässt erste Tierart aussterben

Laut australischen Forschern ist die erste Tierart durch die Folgen der globalen Erwärmung ausgestorben. Dabei handelt es sich um die Bramble-Cay-Mosaikschwanzratte, eine seltene Spezies, die nur auf einer kleinen Insel im Norden Australiens heimisch war. Bereits seit Jahren waren keine Tiere mehr gesichtet worden. Nun fanden Forscher überhaupt keine Spuren der kleinen Säugetierart mehr. Nun ist diese Tierart wegen dem Klimawandel ausgestorben. Welche Rolle hat er gespielt?

Der britische Guardian titelte gestern: „Enthüllt: Erste Säugetierart vom menschengemachten Klimawandel ausgelöscht“. Grund für diese Meldung ist eine Forschungsreise australischer Wissenschaftler auf eine winzige Insel direkt vor der Küste des Kontinents. Auf dieser nur 340 Meter langen und 150m breiten Insel war viele hundert, vielleicht sogar tausende von Jahren eine einzige Säugetierart heimisch: Die sogenannte Bramble-Cay-Mosaikschwanzratte – benannt nach der kleinen Insel, auf der sie erstmals entdeckt wurde.

1845 bis 2009

Das besondere an dieser Rattenart: Sie lebte ausschließlich auf dieser rund vier Hektar großen Insel. Britische Segler erwähnten die Ratte zum ersten Mal im Jahr 1845. Damals gingen die Menschen davon aus, dass sie weit verbreitet sei. Sie berichteten, die „große Ratte“ mit Pfeil und Bogen abgeschossen zu haben.

Im Jahr 1978 sichteten Forschungsreisende noch immer mehrere hundert der Tiere auf der Insel. Im Jahr 2009 sah man die Ratte dann das letzte Mal. Nach intensiver, aber ergebnisloser Suche im Jahr 2014 schlugen Forscher vor, sie als ausgestorben zu betrachten. Jetzt fand ein letztes mal eine Suche nach der Mosaikschwanzratte statt.

Unter Führung von Ian Gynther vom Queensland’s Department of Environment and Heritage Protection, in Zusammenarbeit mit der University of Queensland, stellten Forscher sechs Tage lang 150 Fallen auf der Insel auf, um intensiv nach Spuren der kleinen Nager zu suchen. Doch leider ohne Erfolg. Die seltene Rattenart gilt damit endgültig als ausgestorben.

Wegen dem Klimawandel ausgestorben

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Die Forscher sind sich sicher, der Grund für das Aussterben der so isoliert lebenden Säugetierart ist der Klimawandel. Steigende Temperaturen lassen den Meeresspiegel aktuell um rund viereinhalb Zentimeter im Jahr ansteigen. Deutlich schneller als noch vor einigen Jahrzehnten. Prognosen gehen davon aus, dass sich die Geschwindigkeit weiter erhöhen wird. Auch die Zahl der extremen Wetterereignisse nimmt mit den steigenden Temperaturen zu. Die Folge sind schwere Stürme und langanhaltende Regenfälle. Die kleine Insel wird deshalb in regelmäßigen Abständen überschwemmt. Die Überschwemmungen zerstörten die Baue und Lebensräume der Ratten, die wahrscheinlich ertranken, so die Forscher.

Nur die Spitze des Eisbergs

Experten gehen davon aus, dass diese erste Säugetierart nur die Spitze des Eisbergs ist. Viele warnen, die Erde befinde sich schon heute mitten in einem großen Massensterben. Dem insgesamt sechsten seit es Leben auf dem Planeten gibt. Diesmal jedoch mit einem Unterschied: Der Grund für das Aussterben so vieler Spezies ist kein Meteor oder Vulkan, sondern wir Menschen.

Quelle: The Guardian

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