Einführung in die Thematik „Klimawandel“

Das Klima auf unserer Erde hat sich während der gesamten Erdgeschichte ständig verändert (Die Geschichte des Erdklimas). Hauptursachen für Klimaveränderungen waren Änderungen in der Lage der Kontinente, in der Erdumlaufbahn, in der Aktivität der Sonne, sowie Vulkanausbrüche und Kometeneinschläge. Daher sind Klimaveränderungen für unsere Erde nichts Besonderes.

Heutzutage verändert sich das globale Klima jedoch nicht durch einen der oben genannten Faktoren. Das zeigen Klimamodelle, welche die globale Erderwärmung der letzten Jahrzehnte nur unter Einbeziehung anthropogen verursachter Treibhausgas-Emissionen erklären können (siehe „Welche Rolle hat die Sonne bei der globalen Erderwärmung?“).

Dieser Klimawandel vollzieht sich sehr viel schneller als in früheren Zeiträumen. Dadurch bleibt Pflanzen und Tieren weniger Zeit, sich an die ändernden Umweltbedingungen anzupassen. Außerdem gibt es durch die vom Menschen verursachte Zerstörung und Zerstückelung natürlicher Lebensräume sehr viel weniger Möglichkeiten für Arten, sich durch Verbreitungsänderungen an den Klimawandel anzupassen.

Die Tatsache, dass die heutige globale Erderwärmung (und die dadurch ausgelösten Klimaveränderungen) vom Menschen verursacht wird, ist heutzutage allgemein von Wissenschaftlern anerkannt. Natürlich können Klimamodelle nie mit 100%-iger Sicherheit die beobachteten Veränderungen erklären (siehe „Häufige Missverständnisse beim Klimawandel: Klimamodelle“). Aber wir können mit 90-95%-iger Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass wir Menschen den heutigen Klimawandel verursachen.

An der Aussage zweifeln weiterhin einige Skeptiker, die man leicht daran erkennt, dass sie ihre Aussagen oft nicht durch Quellennachweise belegen, oder dadurch, dass die Quellen, die sie zitieren, keine renommierten wissenschaftlichen Journale beinhalten.

Eines der Haupt-Verursacher der globalen Erderwärmung ist das CO2, welches – wie alle anderen Treibhausgase auch – die von der Erde ausgestrahlte Wärme absorbiert, und dann in alle Richtungen wieder abstrahlt, wobei sich die Atmosphäre erwärmt. CO2 entsteht vor allem durch das Verbrennen fossiler Treibstoffe (Kohle, Gas, und Öl ) indem der Kohlenstoff dieser Substanzen oxidiert. Außerdem wird etwa 20% des CO2 durch das Verbrennen tropischer Regenwälder freigesetzt. Andere Treibhausgase, vor allem Methan und Stickoxide, sind auch von großer Bedeutung, und entstehen insbesondere bei der Landwirtschaft und Viehhaltung. (siehe auch Artikel von Greenpeace)

Wissenschaftler sagen voraus, dass der globale Klimawandel katastrophale Auswirkungen auf unseren gesamten Planeten haben könnte, wenn wir nicht umgehend drastische Maßnahmen zur Begrenzung der Treibhausgas-Emissionen ergreifen (IPCC 4’th Assessment Report). Direkte Konsequenzen des Klimawandels beinhalten u.a. stärkere Wetterextreme wie Dürren, Überschwemmungen, und Stürme; einen Anstieg des Meeresspiegels, Schmelzen der Polarkappen, v.a. der Arktis, und Schmelzen der Gletscher. Indirekte Folgen sind u.a. Aussterben vieler Pflanzen- und Tierarten, Ausbreitung tropischer Krankheiten, vermehrte Wildbrände, Engpässe in der Trinkwasserversorgung , und vermehrte Konflikte zwischen Völkern. Jede dieser Konsequenzen sind schon in verschiedenen Teilen der Erde spürbar, von Tuvalu zur Arktis, von Kalifornien bis nach Sibirien. Zum Teil lassen sich die Konsequenzen wahrscheinlich gar nicht mehr vermeiden – wie z.B. die sommerliche Schmelze des arktischen Eises, und das Abschmelzen der meisten Gletscher. Jedoch liegt es noch bei uns, die Ausmaße dieser Klimakatastrophen zu begrenzen.

Angesichts dieses globalen Problems bleibt die Frage, was man als einzelner Erdenbürger dazu beitragen kann, um die Auswirkungen des Klimawandels so gering wie möglich zu halten. Lösungsmöglichkeiten gibt es auf allen Ebenen: von Anpassungen im Privatleben (zum Beispiel durch verstärktes Energiesparen, Hausisolierung, Nutzung erneuerbarer Energien, Reduzierung des Autofahrens und Fliegens, bewussteres Einkaufen), zur Architektur und Städtebau, Innovationen bei Firmen und Technologien, und bis zur regionalen, nationalen, und internationalen Klimapolitik.

Wir werden im CO2-Blogger alle genannten Bereiche im Detail vorstellen und diskutieren.
Weiterführende links über Basiswissen sind beim Pew Center on Global Climate Change, Earth Observatory bei NASA , dem naturschutzbund Deutschland (NABU), und dem Umweltbundesamt

Maiken Winter

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