Weltweite CO2- Belastung immer besorgniserregender

Die CO2 Belastung nimmt jedes Jahr zu

Die Konzentration des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) in der Atmosphäre steigt immer rapider an. Bereits 2012 berichteten Forscher vereinzelt von einer Überschreitung von 400 Teilen Kohlendioxid pro Millionen Teile Luft (parts per Million /ppm) für die nördliche Erdhalbkugel. Nun wurden auf Hawaii erneut Tageskonzentrationen von mehr als 400 ppm gemessen, und das früher als jemals zuvor zu dieser Jahreszeit. Wissenschaftler schlagen Alarm, denn sollten die Belastung weiter zunehmen, wird sich die Erde weit über das gerade noch akzeptable Maß von zwei Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter erwärmen. Das hätte für das Leben auf der Erde unvorstellbare Folgeschäden.

Im Frühjahr 2012 hatten Forscher in der Arktis das erste mal seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1958 eine Konzentration von über 400 ppm gemessen. Das letzte Mal, dass solche Werte erreicht wurden, liegt vermutlich rund zwei Millionen Jahre zurück, sagten die Wissenschaftler damals. Die hohe Belastung sei zu 100 Prozent vom Menschen verursacht, denn durch die Ausbeutung und Verbrennung fossiler Rohstoffe würden jedes Jahr Abermilliarden Tonnen Kohlendioxid freigesetzt.

Was 2012 und 2013 als eine einzelne Tagesmessung seinen Anfang nahm, stand schon ein Jahr später auf der Tagesordnung. Denn im April 2014 stellten Atmosphärenforscher täglich eine CO2 Belastung von 400 ppm fest. Danach sank die Konzentration jahreszeitenbedingt wieder, denn die erwachende Pflanzenwelt kann dann mehr Kohlendioxid zu Sauerstoff umwandeln. Zum Jahresende erreichen die Werte normalerweise ihren Tiefststand und steigen dann über den Winter langsam wieder an.

Dieses Jahr haben Klimatologen auf Hawaii schon Anfang Februar und damit zwei Monate früher als 2013 Werte über 400 ppm gemessen, berichtete heute das Magazin „Klimaretter.info. Vergleicht man die heutige CO2- Konzentration in der Atmosphäre mit der Belastung vor der Industrialisierung wird deutlich, wie rapide die Werte seitdem angestiegen sind. Denn Mitte des 19. Jahrhunderts lag der CO2- Wert nur bei rund 280 ppm. Sollte sich dieser Trend fortsetzen und Grenzwerte zwischen 430 ppm und 480 ppm überschritten werden, wird die Durchschnittstemperatur auf der Erde die zwei Grad Grenze deutlich überschreiten, sind sich Klimatologen einig.

Leider sieht es im Moment ganz danach aus, als würde es dazu kommen, denn die Belastung nimmt weiter zu. Bislang zu ungefähr zwei Teilen Kohlendioxid pro Millionen Teile Luft im Jahr. Doch damit nicht genug, es wurde sogar festgestellt, dass sich diese Entwicklung in den vergangenen Jahren leicht beschleunigt hat. Während im Januar 2014 eine Durchschnittskonzentration von 397,8 ppm gemessen wurde, waren es im Januar 2015 bereits 399,96 ppm und damit 2,16 ppm mehr innerhalb eines Jahres.

Klimatologen befürchten, dass bereits im Jahr 2018 ganzjährig Konzentrationen von mehr als 400 ppm überschritten werden. Die Spitzenwerte könnten dann allerdings schon weit darüber liegen.

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