2014: das wärmste Jahr der Geschichte

Der Klimawandel führt verstärkt zu extremen Wettern

Das zu Ende gegangene Jahr 2014 war das wärmste seit mehr als 130 Jahren. Das teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in seiner vorläufigen Jahresbilanz mit. Die bisherigen Rekordjahre 2000 und 2007 wurden deutlich übertroffen. Außerdem habe die Durchschnittstemperatur erstmals die Zehn-Grad-Marke geknackt.

Schon Ende November hatten Experten die Befürchtung geäußert, dass 2014 alle Rekorde brechen könnte. Außer ein paar Schneeflocken hat der Dezember keine großen Überraschungen mehr gebracht, der Rekord ist damit amtlich: 2014 war das wärmste Jahr seit Beginn der regelmäßigen Temperaturaufzeichnungen 1881. Mit 10,3 Grad Celsius Durchschnittstemperatur wurden die bisherigen Rekorde aus den Jahren 2000 und 2007 von 9,9 Grad deutlich übertroffen. Abgesehen vom August sei das Mittel in allen Monaten wärmer ausgefallen als im Referenzzeitraum von 1961 bis 1990.

Der Winter hat sich so gut wie gar nicht blicken lassen, abgesehen von einer kurzen Frostperiode. Der März und April zeigten sich außergewöhnlich mild und trocken und der Juni bescherte uns das heißeste Pfingstfest aller Zeiten. Aber es wird nicht nur wärmer, auch extreme Wetterereignisse häufen sich. Vor allem im Westen und in der Mitte Deutschlands entluden sich im Sommer kräftige Unwetter, die auch große Mengen teils sintflutartigen Regens und sogar Tornados mit sich brachten. Im Schnitt war es aber zu trocken. Die Regenmenge lag mit 729 Litern acht Prozent unter dem üblichen Mittel. Die Temperaturrekorde der letzten Jahre setzten sich fort, auch wenn keine neuen Spitzenwerte erzielt wurden. Der höchste Wert wurde am 9. Juni mit 37,7 Grad Celsius in Baden-Baden gemessen. Das kommt aber noch lange nicht an den Rekord von 40,2 Grad aus den Jahren 2003 und 1983 heran.

Die Klimaveränderungen betreffen nicht nur Deutschland. Auch global gesehen rechnet man mit einem der wärmsten Jahre, wie das Deutsche Klima-Konsortium kürzlich verlauten ließ. Insgesamt fallen inzwischen 14 der insgesamt 15 wärmsten Jahre seit dem Beginn der systematischen Wetteraufzeichnungen in das 21. Jahrhundert. Um von einer Erwärmungsphase zu sprechen, dazu sei es aber laut Experten noch zu früh, da die globale Erdoberflächentemperatur von Jahr zu Jahr und von Jahrzehnt zu Jahrzehnt Schwankungen unterliege.

 

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