Die nearBees Bienenpatenschaft für aktiven Artenschutz

Wer schon immer seine eigenen Bienen haben wollte, kann sich jetzt diesen Wunsch erfüllen - mit einer Bienenpatenschaft

Der Klimawandel wird nicht nur das Leben der Menschen verändern. Steigende Temperaturen werden auch Folgen für die Tierwelt haben. Gerade die Bienen werden es dadurch schwerer haben zu überleben. Das Münchener Startup Unternehmen nearBees versucht, durch die Förderung regionaler Imkerei zum Schutz der Bienen beizutragen. Unter dem Slogan „Corporate Social Responsibility erlebbar machen“, bietet nearBees außerdem jedem die Möglichkeit, selbst zu helfen – durch eine Bienenpatenschaft.

Ohne Bienen bleiben der Menschheit nur noch vier Jahre

Bienen zählen zu den wichtigsten Nutztieren der Menschheit. Doch nicht wegen ihres Honigs, sondern weil sie die Nutzpflanzen bestäuben, von denen wir uns ernähren. Gäbe es keine Bienen, stünde die Menschheit wahrscheinlich vor dem Aussterben. So sagte einst Albert Einstein: „Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.

Auch wenn bisher ein flächendeckendes Aussterben der Bienen nicht wissenschaftlich belegt ist, stehen die Hälfte der deutschen Wildbienenarten auf der roten Liste für gefährdete Arten. Im Winter 2009/10 starb jede fünfte Biene in Deutschland. Auch der Klimawandel wird für die Bienen zunehmend eine Gefahr. Durch die Erderwärmung verursachte schwankende Temperaturen im Winter erhöhen die Sterblichkeitsrate der empfindlichen Insekten. Dennoch glauben Bienenforscher, solange es Imker gibt, wird es auch Honigbienen geben.

nearBees: Regionaler Honig vom „Imker von nebenan“

Genau da setzt das junge Münchener Startup nearBees an. NearBees bietet regionalen Honig vom „Imker von nebenan“. Auf der Website kann sich jeder seinen Honig aus regionaler Imkerei bestellen und nachhause liefern lassen. Auf einer Karte der Münchener Umgebung kann sich der Kunde genau informieren, von welchem Bienenstock der jeweilige Honig stammt. Neben Geschmack und Konsistenz des Honigs ist nachzulesen, wo das Bienenvolk lebt, in welchem Gebiet die Tiere ihre Pollen sammeln und welcher Imker das Volk betreut.

Regionale Imker können sich auf der Website kostenlos anmelden und ihren Honig über das nearBees Portal online zum Verkauf anbieten. Das Ziel des Startups ist es, durch die Förderung der regionalen Imkerei aktiv zum Erhalt der Bienen und der Artenvielfalt beizutragen. Anderen Unternehmen bietet nearBees dazu die Möglichkeit, eine eigene Bienenpatenschaft zu übernehmen. So können sich Unternehmen als umweltbewusster Arbeitgeber positionieren, heißt es auf der Website.

Schutz der Bienen durch eine Bienenpatenschaft

Für die Bienenpaten werden eigene Bienen auf dem Firmengelände oder beim Imker angesiedelt. Die Bienenstöcke werden nach Wunsch mit dem Firmenlogo versehen. Um die artgerechte Haltung kümmert sich ein eigener Imker. Geerntet und abgefüllt wird der Honig im firmeneigenen Design. Mit der Bienenpatenschaft können Unternehmen dabei helfen, neue Bienenvölker zu schaffen und so aktiv zum Schutz der Bienen beizutragen. Das ist laut nearBees ab einem monatlichen Beitrag von 150 EUR möglich.

Lebensmittelhersteller Katjes und der bayerische Rundfunk sind bereits Bienenpaten. Falls auch Sie daran interessiert sind Bienenpate zu werden, können Sie sich hier dafür anmelden. Weitere Informationen zu den Leistungen von nearBees finden Sie auf der Website.

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