Teslas Model 3 – Endlich ein Auto für die Mittelklasse?

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Elektromobilität - Tesla
Elektromobilität - Tesla

Tesla Motors steht für auffällig designte Elektrofahrzeuge, die eine Menge PS unter der Haube haben. Tesla fahren ist eine Art Statussymbol. Leisten kann sich so einen E-Sportwagen aber nicht jeder. Doch genau das will Tesla in Zukunft ändern. Heute Abend kalifornische Zeit will das Unternehmen ihr neuestes Modell vorstellen. Das Tesla Model 3 soll deutlich günstiger werden als alle Vorgänger. Doch Medienberichten zufolge könnte diese Erwartung enttäuscht werden.

Als der Tesla Roadster 2008 auf den Markt kam, setze er neue Maßstäbe in der damals noch recht jungen Elektromobilitäts-Branche. Ein schnittiger, elektrisch betriebener Sportwagen mit fast 300 PS, der in 3,7 Sekunden von Null auf 100 km/h beschleunigt und eine Reichweite von durchschnittlich 350 Kilometern erreicht. Doch bei einem Kaufpreis von rund 100.000 US-Dollar war der Roadster von Beginn an ein Luxusschlitten. Bei weitem kein Auto für die breite Masse. Tesla fahren musste man sich leisten können.

Teslas CEO Elon Musk betonte bei der Premiere 2006 jedoch, die Strategie der Firma sei es, zunächst im oberen Preissegment zu beginnen, um dann den Preis von Modell zu Modell zu verringern. Letztendlich wolle man Serienfahrzeuge für den Massenmarkt entwickeln. Davon war allerdings auch die kommenden Jahre noch nichts zu sehen. Mit der Limousine Model S und dem Luxus-SUV Model X mit Kaufpreisen bis zu 140.000 US-Dollar blieb Tesla Motors weit entfernt vom Versprechen, einen Mittelklassewagen in Serie zu schicken.

Das soll sich laut Tesla ab heute endlich ändern. Am Donnerstagabend (20.30 PST) will Musk in Los Angeles der Weltöffentlichkeit das Tesla Model 3 vorstellen. Es soll mit einem Kaufpreis ab 35.000 Euro der erste echte Mittelklassewagen des Unternehmens werden. Die Premiere des Model 3 wird mit besonderer Spannung erwartet. Nicht nur von Tesla-Fans, sondern auch einigen Analysten. Der Wagen habe „das Potenzial, den Gesamtmarkt für Elektroautos dramatisch auszuweiten“, so die Investmentbank Goldman Sachs vor der Premiere.

Schon seit heute morgen stehen die Hardcorefans auch in Deutschland vor den Tesla-Shops Schlange, um eines der Fahrzeuge vorzubestellen. Dabei hat Tesla bereits angekündigt, nicht vor 2017 mit der Produktion des Model 3 zu beginnen. Dennoch tragen sich zahlreiche Käufer nach stundenlangem Warten in die Bestelllisten ein. Nicht ohne Risiko, denn bisher ist weder bekannt, wie das Fahrzeug aussieht, noch hat Tesla viel über die technischen Daten verraten. Und wer auf der Liste steht muss zahlen – zumindest 1000 Euro. Soviel verlangt Tesla als Anzahlung für sein neustes Fahrzeug.

Es bleibt zu hoffen, dass der ein oder andere bei der Premiere keine böse Überraschung erlebt – vielleicht auch finanziell. Laut des Magazins electrek könnte das Model 3 doch teurer werden als erhofft. Zumindest wenn man auf einige Features nicht verzichten will. Wer von Null auf 100 km/h in vier Sekunden beschleunigen und mit einer Batterieladung ca. 500 Kilometer weit fahren will, könnte möglicherweise ähnlich viel zahlen müssen wie für Teslas Model S. electrek schreibt, dass der Preis für das Spitzenmodell bei etwa 60.000 Euro netto liegen könnte.

Was man für die angepriesenen 35.000 US-Dollar bekommt, wird sich heute um 20.30 Uhr in Los Angeles offenbaren. In Deutschland können Sie die Präsentation des neuen Model 3 ab 5.30 morgen früh im Livestream mitverfolgen.

Quelle: electrek.co / Focus.de

 

One Response

  1. TESLA

    14. Mai 2016 7:25

    Ich frage mich ob TESLA es schaffen wird so viele Autos zu bauen.
    Bis jetzt (14.05.2016) wurden gerade mal 127.672 Stück gebaut:
    http://live-counter.com/tesla-motors/
    (Was es alles gibt 🙂
    Wenn dann die 400.000 gebaut werden, und die Autos halten was sie versprechen kann man gleich noch mal mit einer Million Neureservierungen rechnen. Vielleicht auch 3 oder 5…

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