Zentrum für Klimaforschung und Entwicklung nimmt Arbeit auf

Pakistanische Flagge

Pakistan zählt zu den am stärksten vom Klimawandel bedrohten Ländern. Die Risiken in dem südasiatischen Staat reichen von dem verheerenden Hochwasser im Jahr 2010 bis hin zur Gletscherschmelze und deren Auswirkungen auf die lokale Wasserversorgung. Um sich besser gegen derartige Katastrophen wappnen zu können, nahm im Mai 2013 in Pakistans Hauptstadt Islamabad das Zentrum für Klimaforschung und Entwicklung (Centre for Climate Research & Development, CCRD) seine Arbeit auf.

Unterstützung erhält das Zentrum vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Eine über fünf Jahre laufende Vereinbarung sieht gemeinsame Forschungsprojekte und den Austausch von Wissenschaftlern vor. „Pakistan als besonders gefährdete Region erkennt die Zeichen der Zeit“, erklärt Jürgen Kropp vom PIK. Und Syed Muhammad Junaid Zaidi ergänzt, dass das CCRD gegründet wurde, um „die Forschung zum Klimawandel zu fördern und Institutionen in Pakistan bei der Entwicklung von politischen Maßnahmen und Programmen im Rahmen der nationalen Klimawandelpolitik zu unterstützen“. Zaidi ist der Gründungsdirektor des COMSATS-Instituts für Informationstechnologie (CIIT), einer universitätsähnlichen Einrichtung, in der das neue Klimaforschungsinstitut angesiedelt ist.

Das CCRD wird in Zukunft interdisziplinär arbeiten und dabei die Fähigkeiten der CIIT-Fakultäten der Geowissenschaften, Meteorologie, Mathematik, Chemie und Computerwissenschaft – die alle auf demselben Campus sind – nutzen. „Die Kooperation mit dem PIK wird dazu beitragen, die Qualität der Forschung im Bereich Klimawissenschaften am CIIT – das eines der führenden Institute in Pakistan ist – zu verbessern“, sagte Botschafter Shahid Kamal. Er diente früher in der Botschaft von Pakistan in Deutschland, hat für sein Land an den Verhandlungen der United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC) teilgenommen, und ist heute einer der Initiatoren der Zusammenarbeit zwischen Potsdam und Pakistan.

In der Wissenschaft gehört internationale Kooperation zum Tagesgeschäft. „Dennoch messen wir diesem speziellen Projekt große Bedeutung bei“, sagte Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des PIK. „Gerade die Länder, die am wenigsten beigetragen haben zum weltweiten Ausstoß von Treibhausgasen, werden am meisten unter dem daraus folgenden Klimawandel zu leiden haben. Deshalb freuen wir uns, wenn eines der wichtigsten unter diesen Ländern, nämlich Pakistan, auf die Wissenschaft setzt, um die Herausforderungen des Klimawandels anzupacken.“

Corinna Lang

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