Wie viel CO2 nehmen die Ozeane noch auf?

Forscher haben eine Technologie entwickelt, mit der sie großflächig die CO2-Aufnahme der Ozeane messen können.

Trotz kaltem Winter schreitet der Klimawandel schier unaufhaltsam voran, die CO2-Konzentration steigt, und die Wissenschaftler befürchten eine globale Katastrophe, wenn wir nicht rechtzeitig unsere Emissionen reduzieren. Eine große Unbekannte dabei ist, wie viel Zeit wir noch zum Handeln haben.

Bisher haben uns die Ozeane unter die Arme gegriffen, indem sie jährlich riesige Mengen von CO2 absorbieren. Dadurch wird der Anstieg des atmosphärischen CO2 verringert, gleichzeitig bewirkt die starke CO2-Aufnahme jedoch auch, dass die Meere immer mehr versauern, mit möglicherweise katastrophalen Auswirkungen auf die Tierwelt der Ozeane (und dadurch auch auf den Menschen).

Wissenschaftler befürchten schon seit einiger Zeit, dass die CO2-Aufnahme der Ozeane bald gesättigt sein könnte. Eine Abnahme der CO2-Aufnahme wurde schon vor zwei Jahren im Südpazifik gemeldet. Dabei ist unklar, ob sich  eine solche Abnahme auch in anderen Teilen der Weltmeere stattfindet. Würden die Ozeane großflächig weniger CO2 als bisher absorbieren, dann müßten wir mit einer noch drastischeren Zunahme der atmosphärischen CO2-Konzentration rechnen.

Eien Art Frühwarnsystem haben nun Wissenschaftler der Universität von East Anglia entwickelt. Schiffe werden mit Messgeräten ausgestattet, sodass großflächig und über lange Zeiträume hinweg die CO2-Konzentration der Meere gemessen werden kann. Damit entwickeln die Wissenschaftler einen riesigen Datensatz, der uns tiefere Einblicke in die zeitliche und regionale Variabilität der CO2-Absorption der Weltenmeere geben wird.

Hoffen wir, dass wir nicht zu bald unangenehme Überraschungen bekommen werden.

Maiken Winter

Quelle: ScienceDaily

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