Straßenbelag beeinflusst Kraftstoffverbrauch

Straße

Angesichts ständig steigender Benzinpreise dürfte Autofahrer ein aktuelles Forschungsergebnis der Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology interessieren. Auf ihrer Suche nach Möglichkeiten einer Reduzierung des Energieverbrauchs und eines nachhaltigeren Verkehrsnetzes fanden die Forscher heraus, dass ein direkter Zusammenhang zwischen dem Spritverbrauch von Fahrzeugen und der Härte der befahrenen Fahrbahndecke besteht.

Die Ingenieure entwickelten ein Computermodell, um die Auswirkungen der Dicke und des Materials des Straßenbelags auf den Treibstoffverbrauch zu untersuchen. Mit Hilfe der Modellsimulationen lassen sich kleine Veränderungen im Kraftstoffverbrauch einfacher und genauer abschätzen als mit experimentellen Messungen. Unebenheiten der Fahrbahn sowie Risse und Fugen, die den Benzinverbrauch eines Fahrzeugs generell erhöhen, wurden in dem Modell nicht berücksichtigt. Die Auswertung der Daten ergab, dass das Befahren harter Straßenbeläge zu einer Treibstoffeinsparung gegenüber dem Fahren auf weicheren Straßen führt.

Da sich harte Fahrbahnen nur wenig aufgrund des Fahrzeuggewichts verformen, muss auf Straßen aus Beton weniger Rollwiderstand überwunden werden als beim Fahren auf Straßendecken aus Asphalt. Beim Fahren auf elastischeren Asphaltstraßen benötigen Fahrzeuge mehr Kraftstoff, um der Verformung des Fahrbahnbelags durch die Reifen entgegenzuwirken. Die Änderungen im Verbrauch sind für ein einzelnes Fahrzeug nur gering, die Auswirkungen für die Umwelt hingegen sind groß. Da über Jahrzehnte hinweg viele Fahrzeuge über die Fahrbahnen des gesamten Straßennetzes rollen, haben die Effekte der Straßeneigenschaften einen großen Einfluss auf den Energiebedarf und die Menge der emittierten Treibhausgase. Ein zukünftiges Einfließen der Studienergebnisse beim Bau neuer Straßen und dem Ausbessern alter Fahrbahnen würde zur Reduzierung von CO2-Emissionen und Tankkosten beitragen.

Lauren Mertens

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