Die Stadt von morgen

Am 24. und 25. Juni 2014 trafen sich beim ersten Fachkongress der Stuttgarter Zeitung Vertreter von Kommunen, Unternehmen, Wissenschaft und Gesellschaft zum Thema „Stadt der Zukunft – Zukunft der Stadt“ in der Alten Reithalle in Stuttgart.

Moderiert von Redakteuren der Stuttgarter Zeitung wurden die Themen Mobilität in der Stadt, Energiewende in der Stadt, das Stadtquartier der Zukunft sowie die Großprojekte der städtischen Infrastruktur zusammen mit internationalen Sprechern diskutiert. Dabei trafen unterschiedliche Positionen zu thematischen Herausforderungen wie Fortbewegung in der Stadt sowie Energieeffizienz und –wandel aufeinander.

Das abwechslungsreiche Programm aus Vorträgen, Panels sowie einer Exkursion und einem Dinner mit Abend-Talk stieß bei den Teilnehmern auf sehr positive Resonanz. Dagmar Mikasch-Köthner, die Direktorin der Volkshochschule Stuttgart, findet es wichtig, dass die StZ das Thema aufgegriffen habe und breit diskutiere: „Die Zukunft der Städte beschäftigt die Menschen. Ich hoffe, dass der Kongress die Diskussion beflügelt und dass das Thema lebendig bleibt.“

Der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart Fritz Kuhn hob besonders die Notwendigkeit zur Beteiligung der Bürger hervor, die auch selber über die Gestaltung des Innenstadtviertels und über die Nutzung des öffentlichen Raums entscheiden sollten. Die Bauphase von Großprojekten solle so kurz wie möglich gestaltet und die Belastung für Umwelt und Menschen damit so kurz wie möglich gehalten werden.

Eines der besten Beispiele, Bürger in die Planung von Bauprojekten einzubeziehen und ihnen Freiräume zu lassen, ist der Möckernkiez in Berlin: Hier werden 446 Wohnungen und 22 Gewerbeeinheiten mit einem Hotel und einem Supermarkt gebaut. 1350 Personen haben sich zu einer Baugenossenschaft zusammengetan und 30 Millionen Euro Eigenkapital aufgebracht, um die 115-Millionen-Euro-Investition zu stemmen. Hier stehe das Gemeinwohl im Fokus, sagte die Referentin Aino Simon vom Vorstand der Möckernkiez eG.

Wilhelm Bauer, Leiter der Stuttgarter Fraunhoferinstitute für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) und für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement (IAT) spricht sich für eine Einbeziehung der Bürger auch zum Thema Mobilität in Städten aus.

Die Experten aus dem Themenblock „Mobilität in der Stadt“ waren sich einig, dass Freiräume in der Stadt Einzug halten würden und vollautomatisierte Parkhäuser und ein Parkraumsuchmanagement sowie selbst steuernde Autos die Zukunft sein könnten.

Bereits 2020 werden 70 Prozent der Weltbevölkerung in Mega-Städten leben. Grund genug für die Veranstalter Stuttgarter Zeitung und Süddeutsche Verlag Veranstaltungen GmbH den Kongress nächstes Jahr fortzuführen.

Mehr Informationen zu dem Thema „Stadt der Zukunft – Zukunft der Stadt“ und die umfassende multimediale Berichterstattung finden Sie auf der Website www.die-stadt-der-zukunft.de.

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