Klimaforschung made in Potsdam

Klimaforschung made in Potsdam
Klimaforschung made in Potsdam. Foto: Shutterstock

Potsdam – eine sehr schöne Stadt. Man staunt über die zahlreichen und einzigartigen Schloss- und Parkanlagen aus der Zeit von Friedrich II. der Große. Neben den historischen Gebäuden findet man in dieser Stadt aber auch neuere Bauten, hinter deren Wänden zukunftweisend geforscht wird. Hier treffen sich die weltweit klügsten Köpfe – vom wissenschaftlichen Nachwuchs bis zum Nobelpreisträger zur Klimaforschung made in Potsdam.

Die Rede ist von dem Potsdam-Institut für Klimaforschung (PIK) und dem Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches Geoforschungszentrum (GFZ). Zu diesen Forschungsräumen kam Ende Juli 2009 das Institute für Advanced Sustainability Studies (kurz „IASS“ genannt; zu Deutsch „Institut für herausragende Nachhaltigkeitsstudien“) hinzu.

Hier können 50 Gast- und 30 festangestellte Wissenschaftler bis zu zwei Jahre an frei gewählten Themen im Forschungsrahmen des Institutes arbeiten. Unter anderem geht es um die Auswirkungen des Klimawandels, der Anpassung an Klimafolgen und der Emissionsminderung sowie der zukünftigen Energiegewinnung. Nach Angaben des GFZ-Chefs, Reiner Hüttl, soll das neue Forschungsinstitut sich nicht nur der klassischen Klimaforschung widmen und die langfristigen Veränderungen des Wetters untersuchen, sondern auch die Prozesse auf dem Planeten Erde erforschen, die Einflüsse auf das Klima haben.

Klimaforschung made in Potsdam und das IAAS

Der ehemalige Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (1987-94) und Gründungsdirektor des IAAS Professor Klaus Töpfer äußert sich wie folgt zu dem gemeinsamen Ziel, das alle vereint, die in dem neuen Institut arbeiten:

„Es geht darum, das wissenschaftliche Denken zu vertiefen und Erkenntnisse der Wissenschaft im unmittelbaren Austausch mit Politik und Zivilgesellschaft umzusetzen. Nur so kann verhindert werden. Dass der Klimawandel den Menschen ihre Lebensgrundlage entzieht.“

Töpfer will das neue Forschungszentrum somit als Scharnier zwischen Wissenschaft und Gesellschaft positionieren. In Zusammenarbeit mit den vorhandenen Instituten liegen hierfür optimale Bedingungen vor.

Laut Annette Schavan ist das neue Spitzenforschungsinstitut für Klimawandel die Chance Deutschland für die „internationale Wissenschaftselite“ künftig noch attraktiver zu machen.

Ein sehr beruhigendes Gefühl, dass in einer historisch geprägten Stadt wie Potsdam nicht nur Geschichte geschrieben sondern auch an unser aller Zukunft gearbeitet wird.

Andrea Schlüter

Add comment