Erschreckender Anstieg der atmosphärischen CO2-Konzentration

Wie schön wäre es, wenn die Klimawissenschaftler Unrecht hätten, und sie sich nur etwas zusammenreimen würden, um bekannt zu werden. Aber leider haben sie doch recht.

Je beunruhigender der fortschreitende Klimwandel wird, umso angenehmer ist die Vorstellung, dass die Modelle der Klimawissenschaftler falsch sind. Tatsächlich hat in den letzten Jahren die Besorgnis um einen katastrophalen Klimawandel nachgelassen. Dabei werden alle möglichen und unmöglichen Argumente angeführt, warum die Wissenschaftler Unrecht haben, neuerdings auch durch Miss-Interpretationen von emails, die von Hackern gefunden wurden (siehe dazu auch einen Artikel des Yale forum on climate change and the media)

Dabei liegt die Grundlage ganz klar auf der Hand: CO2 ist ein Treibhausgas. Je mehr CO2 in die Atmosphäre emittiert wird, desto wärmer wird es auf unserem Planeten. Das ist ein physikalisches Gesetz.

Die einzige Möglichkeit, eine globale Erderwärmung von mehr als zwei Grad Celsius (und dadurch das Überschreiten von Kipp-Punkten) zu verhindern, ist daher, unsere CO2-Emissionen stark zu reduzieren. Und dies muss innerhalb von wenigen Jahrzehnten geschehen, so dass bis 2050 die globalen Emissionen um 95 Prozent gesunken sind.

Wie sieht es nun mit den CO2-Emissionen im Moment aus? Die ganze Welt redet ja über die Notwendigkeit, Emissionen zu reduzieren. Wir sollten also doch langsam Fortschritte gemacht haben und Resultate sehen, oder?

Leider nicht. Eine Studie die vor kurzem im Journal „Environmental Research Letters“ veröffentlicht wurde, zeigt erschreckende Ergebnisse:

Die CO2-Emissionen sind seit 1990 um 40 Prozent angestiegen. Selbst die Finanzkrise hat den Anstieg nicht aufgehalten. Zwar hat sich der Anstieg der Emissionen von  3,7 Prozent (zwischen 2003 bis 2007) auf 2,2 Prozent im Jahr 2008 verringert. Ein solcher Anstieg ist aber auch noch untragbar.

Wodurch wird dieser Anstieg verursacht? Wie der amerikanische Klimawissenschaft Dr. James Hansen schon seit Jahren deutlich macht: unser Haupt-Problem ist Kohle. Kohleverbrennung ist in den letzten Jahren so stark angestiegen, dass die meisten CO2-Emissionen heutzutage davon stammen.

Eindeutig gibtes keinen Grund, den Warnungen der Klimawissenschaftlern nicht zu vertrauen. Leider.

Maiken Winter

Quelle: ScienceDaily

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