Erfinder entwickeln Tinten zum Drucken von Brennstoffzellen

Der amerikanische Forscher Ramil Shah und sein Team haben erstmals eine Brennstoffzelle mittels eines 3D-Druckers hergestellt. Die so gefertigte, sogenannte Festoxidbrennstoffzelle (Solid Oxide Fuel Cell, SOFC) wurde letzte Woche beim Herbsttreffen der Materials Research Society im US-Bundesstaat Massachusetts präsentiert. Um die keramische Brennstoffzelle zu drucken, wurde eine Reihe von neuartigen Tinten entwickelt und zusammengemischt. Das berichtete das US-Wissenschaftsmagazin IEEE Spektrum am Freitag auf seiner Website.

Die Tinten bestehen aus einer Mischung keramischer Partikel. Durch sie wird es möglich, die einzelnen Komponenten der Brennstoffzelle, wie Anode, Kathode, Elektrolyt und Verbindungsstücke nacheinander vom 3D-Drucker anfertigen zu lassen. Sind alle Teile erstellt, werden sie bei einer Temperatur von 1.200 Grad Celsius im Ofen gebrannt. Die Herstellung im Drucker sei einfacher, als die Zelle aus verschiedenen Teilen einzeln zusammenzubauen, sagt Adam Jakus, einer der Mitarbeiter von Ramil Shah.

Der größte Vorteil an dem Verfahren sei aber, dass man durch den 3D-Drucker Formen entwickeln könne, die ansonsten nicht möglich seien. So hätten sie beispielsweise bereits flache Formen hergestellt, die vor dem Brennvorgang gefaltet oder gerollt werden könnten. So könnten Brennstoffzellen auch rund werden. Das Team möchte sich aber verstärkt auf die Weiterentwicklung der Tinten konzentrieren und neue Designs den Kollegen überlassen.

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